Samstag, 19. Dezember 2009

“Byron is the Best”


Unglaublich aber wahr! Nach wochenlangem Reisen und ständigem “Wohnungswechsel” sitze ich in “meiner” Wohnung in Bondi, in Sydney und göhne mir Urlaub vom Urlaub!
Ihr daheim lacht vielleicht, aber das ständige Reisen kann manchmal so anstrengend sein wie ein Arbeitstag!
Nach meinen Ausflügen auf die Whitsunday Island und Fraser Island bin ich wieder auf eigene Faust weiter. Zuerst nach Noosa (einem sehr süßen kleinen europäisch angehauchten Städtchen), wo ich nach 3 Tagen meinen ersten “Lift” (Mitfahrgelegenheit) gefunden habe. Mit dem 30jährigen Franzosen Ignace und seinem Surfboard auf der Rückbank bin ich dann für wenig Geld direkt nach Byron Bay, denn “Byron is the Best” laut Ihm, und so habe ich die Städte “Brisbane” und “Surfers Paradies” ausgelassen.
Und das war in dem Moment auch eine gute Entscheidung, denn Byron war wirklich super! Ich kanns gar nicht beschreiben.. so lässig, locker, eine Art Hippiestadt, aber andererseits auch mit vielen kleinen Boutiquen, Cafes, Surfershops,.. und nicht zu vergessen der Beach!
In Byron scheint die Zeit und das Geld manchmal keine Rolle zu spielen, und so habe ich dort auch viele Leute kennengelernt, die dort “hängengeblieben” sind, weil dort einfach jeder so vor sich hin leben kann wieder er will. Anfangs konnt ich nur staunen, als ich z.B. Leute nur mit ner Badehose (sogar ohne Schuhe!) im Supermarkt gesehen habe. Oder die Strassenmusiker, eine “Drummergruppe” am Strand, oder die verschiedenen Märkte, die vielen Dreadlock-Typen, die “Secretparty im Wald”, oder, oder, oder.. Es gibt soo viele Bilder in meinem Kopf, die ich nicht wiedergeben kann oder will, aber Byron Bay ist auf jeden Fall sehenswert. Anfangs war der Ort zwar sehr überfüllt, da Anfang Dezember die “Schoolies” - (18/19-jährige Highschoolabgänger) kamen, und dementsprechend gefeiert haben, was die “etwas älteren” und die Einwohner etwas genervt hat, aber nach 2Wochen waren die meisten von Ihnen weg. Meine Begeisterung für den Ort liegt wohl auch an dem Hostel in dem ich übernachtet habe. - In der “Art Factory” - und wer von meinem Freunden schon mal in Australien war (Benni! Sophie!) weiss wovon ich rede. Man muss dort gewesen sein, um zu verstehen, warum man dort nicht mehr weg will. Alle sind einfach so nett und nach einigen Tagen hatte ich dort schon meine kleine Ersatzfamilie, mit denen ich täglich surfen gegangen bin und abends bei “Goon” (dem australischen Billigwein”) bis tief in die Nacht draußen zusammensaß. Oft haben wir uns vorgenommen abends in nen Club feiern zu gehen, aber letztendlich war die Stimmung meistens so gut, dass keiner weg wollte. Manchmal haben Leute spontan angefangen Musik zu machen, gequatscht, oder nur in der Hängematte den Sternenhimmel angeschaut. Die Art Factory ist zwar ein bisschen außerhalb der “City”, aber nachdem das Hostel selbst wie ein kleines Dorf aufgebaut ist, muss man nicht wirklich täglich in die Stadt - außer natürlich zum Strand;-). Habe mir für eine Woche ein Surfboard geliehen, und war mit paar anderen Surfern täglich üben. Ich konnte zwar nur hin und wieder kurz auf dem Brett stehen, aber selbst das drauf liegen oder knien und sich von der Welle an den Strand treiben zu lassen, macht schon sehr viel Spass. Einige sind sogar so begeistert gewesen, dass sie sich ein Board gekauft haben. Für mich kommt das aber nicht in Frage, da ich ja viel Reise, und mir mein Rucksack als Gepäckstück schon vollkommen reicht! Aber ich kann die anderen verstehen. Das Surfen ist nicht wie bei anderen Sportarten “nur ein Sport”, sondern auch eine Lebenseinstellung. Ich hatte das Gefühl, dass die Kinder in Byron auf dem Brett geboren sind, denn manche 10-jährige waren besser als viele Erwachsene. Aber kein Wunder, nachdem ich eine Mutter mit Ihrem viell. 5jährigen Sohn auf dem Brett gesehen habe. Das ist hier vielleicht so vergleichbar, wie Skifahren bei uns. Nur, dass ich gehört habe, dass Surfen viel schwerer sein soll - und das Gefühl hatte ich auch! Aber das Interessante ist, das der Spaß und der Reiz, die nächste Welle vielleicht doch stehen zu können überwiegt, und man somit immer weiter probiert und als “richtiger Surfer” nicht aufgibt!
Das Meer ist aber unberechenbar, und ich hab schon so einige Geschichten hier gehört... aber wie heißts so schön: “No Risk No Fun"!

Donnerstag, 26. November 2009

Fraser Island und my Hostellife

Die Jeep-Safari-Tour letztes Wochenende war so cool! Eigentlich sogar noch besser als das Segeln um die Whitsunday Islands. Ein Grund dafür waren auch die Leute mit denen ich unterwegs war. Einen Abend bevor es losging, habe ich Simona und Maren beim “Briefing” (Infoabend) getroffen, und anfangs wieder der selbe Gedanke: “Ach.. mal wieder nur Pärchen (3) mit denen wir die Tour machen, aber egal wir werden schon unseren Spass haben”! Nachdem wir über die Risiken beim Fahren im Sand aufgeklärt wurden, und ein paar Horrorgeschichten inkl. Fotos von Unfällen gesehen haben, haben wir vorsichtshalber natürlich eine Versicherung abgeschlossen und sind voller Vorfreude todmüde eingeschlafen. Wir hatten Glück, dass wir nur zu dritt in einem Zimmer waren - so konnten wir bis tief in die Nacht quatschen und unsere Erlebnisse und Geschichten der letzten Wochen austauschen, und uns gegenseitig Tipps für die weitere Reise geben, da ich ja schon gesehen hab, was die beiden noch erwartet, und umgekehrt. Es war echt so schön, wieder jemanden um sich zu haben, den man kennt, denn obwohl man hier eigentlich kaum alleine ist, ist es anstrengend ständig neue Leute kennenzulernen und immer wieder den selben Smalltalk zu führen…. woher man ist, wie man heißt, wohin man reist usw.
Diese Gespräche hab ich mittlerweile auch auf englisch schon gut drauf, da es sich ja immer wieder wiederholt, aber sonst komm ich leider nicht wirklich zum englisch reden. Gerade hier an der Ostküste, und besonders im Norden wo ich herkomme, sind so wahnsinnig viele Deutsche! Nach fast 5 Wochen hier merk ich, dass ich was ändern will und muss. D.h. ich will nicht mehr jeden 2-3Tag umziehen, packen, Smalltalks führen, … .
Ich will mal wieder richtig auspacken, mein “eigenes Zimmer” haben, usw… .
Das Hostel-Backpacker-Leben ist/war zwar auch aufregend, denn man hat fast täglich ein “neues Zuhause”, neue Leute usw. aber es ist einfach auch anstrengend: Gemeinschaftsküchen, Gemeinschaftsbad, leise sein wenn man (so wie ich oft) als Letzte schlafen geht, Bettzeug abziehen, Angst um sein “Hab und Gut” haben wenn es mal wieder keinen Safe gibt, …
Ich habe hier schon die verschiedensten Unterkünfte gehabt, wie z.B. ein 10er-Mädels-Zimmer mit ziemlichem Chaos, ein kleines, tolles familiäres Hostel mit Hängematten und sogar Internet umsonst, ein Partyhostel mit lauter Musik bis spät Abends… es ist immer wieder spannend wo man landet, auch wenn man ich mich vorher oft im Internet erkundige und Kommentare über die Hostels lese, ist es doch oft anders wenn man dort ist. Gut, dass ich meine WG-Erfahrung aus Wien und München habe, somit ist man glaub ich toleranten und “übersieht und hört” manche Dinge.
Und trotzdem, der Plan für die nächsten Wochen: In eine WG oder ähnliches ziehen, und dort ein bisschen bleiben.
Ich kann entweder in Brisbane in eine WG mit 3 anderen ziehen - mit u.a. Katharina, die auch Slowakin ist, und vorher auch in Wien gewohnt hat (Danke Magda für den Kontakt), oder ich zieh in Sydney für ca. einen Monat in eine WG mit Anja (die 3.Deutsche die ich anfangs in Sydney kennengelernt hab) und anderen.
Das wird sich die Tage entscheiden. Vorsichtshalber hab ich aber auch 3Tage in Sydney über Weihnachten ein Hostel gebucht, da ich wohl doch dort feiern werde. Sydney zur Weihnachtszeit soll total schön sein, die Deutschen Mädels und deren Clique ist dort, und Kathi - eine gute Freundin aus Wien kommt! Ach da freu ich mich schon! Das wird bestimmt total cool!
Und dann krieg ich im Februar sogar noch mal Besuch! Meine Mama kommt! Freu mich, dass sie endlich - nach 30 Jahren! - einen Flug nach Australien gebucht hat, um Ihre Freundin, die hierher ausgewandert ist (und mich!) zu besuchen!
Aber bis dahin vergeht ja noch ein bisschen Zeit, und hier plant man meistens nur ein paar Tage im Voraus.
Zurück zur Fraser-Tour: Die Gruppe hat sich am nächsten Morgen noch erweitert (2 Mädels die gerade Ihr Abi gemacht haben), so dass wir 11 Leute waren, und kaum zu glauben: 9Deutsche und 2 Österreicher! Also wieder nix mit Englisch reden, aber die Gruppe war echt super! Wir haben uns gut verstanden, unseren “Fahr und Speiseplan” mehr oder weniger gut eingehalten, und es war insgesamt echt ein Abenteuer!
Schon nach gut 3Kilometern auf der Sandinsel sind wir als erstes Auto stecken geblieben, und haben den Verkehr aufgehalten, aber es war lustig.. noch! Nach einigen Minuten hat uns ein anderer Fahrer geholfen und weiter ging die wackelige Fahrt. Anders war es am nächsten Morgen: wir waren in unserem Zeitplan etwas hinterher und der Sand war schon sehr weich, ausgefahren, und der Strand wurde durch die Flut immer enger, und so sind wir natürlich steckengeblieben! Und das schon mit 2 Reifen im Meer! Panik! Also alle raus aus dem Auto und buddeln, anschieben, buddeln, Fotos machen, .. Und beten, dass wir da noch heil rauskommen bevor unser Auto im Meer versinkt! Hmmm… aber nix! Dann unsere Rettung: es kam ein anderer Jeep vorbei, der uns abschleppen wollte, anfangs dann aber selbst festgesteckt ist, aber uns nach einiger Zeit “gerettet” hat!
Nach weiterhin mühsamer, langsamer Fahrt haben wir dann doch gegen Mittag vor dem Höchststand des Wassers unser Ziel erreicht, und erstmal einige Stunden Pause auf einem Berg mit super Aussicht und später einem Art Pool im Meer verbracht!
Die 2 Abende waren sehr unterschiedlich: am ersten waren wir so müde und es waren keine anderen interessanten Leute auf dem Campingplatz, aber am 2.haben wir im wahrsten Sinne der Worte unsere Zelte aufgeschlagen, wo ziemlich viele Jeeps standen, und so ist man leicht mit anderen ins Gespräch gekommen. Simona und Maren haben “alte Bekannte” - 5 kanadische Jungs aus Byron Bay getroffen und so haben wir uns zu denen gesellt, party gemacht, und unsere Pärchen schlafen lassen.
Am dritten und letzten Tag war das Highlight unserer Tour geplant: der Lake McKenzie!
Weißer Sandstrand, türkisblaues, klares Wasser, Sonnenschein.. einfach super! Und keine gefährlichen Quallen oder Fische wie beim Whitehaven Beach, d.h. man konnte ohne Bedenken ins Wasser! Das war wirklich wie im Paradies!

Freitag, 20. November 2009

Sailing on the Whitsunday Islands and my first Surflesson

Manchmal lohnt es sich zu warten.. z.B. wenn es um eine Segel - Tour bei schönem Wetter geht. Nachdem ich mit Jenny letzte Woche gemütlich bei Regenwetter in Airlie Beach verbracht haben, war das Wochenende aufm Segelschiff super Wetter, und auch sonst, nach kurzer Verwunderung bzw. Überraschung war es ein tolles Erlebnis!
Als uns das Boot angeboten wurde hatte ich schon leichte Bedenken, ob wir nicht mit einem typischen Pärchen/Romantik-Schiff unterwegs sein werden, denn es war preislich etwas teurer als die typischen Partyboote, und es sollten auch nicht so viel Leute drauf sein, wie bei manch anderen.
Der Typ im Reisebüro hat zwar auch noch zum Spass bei der Buchung an Bord paar “goodlooking guys” für uns bestellt, aber als wir uns am Freitag morgen am Hafen mit unserer Gruppe getroffen haben, hab ich gleich mal abgecheckt, wer zu wem gehört, und festgestellt: Pärchen, Pärchen, Pärchen, a ein Mädl alleine, Pärchen, Pärchen, noch mal 2 Frauen, … “Oh mein Gott, das kann ja langweilig werden” - war mein erster Gedanke!
Nach kurzer Begrüßung sind wir dann paar Meter zum Boot gelaufen, und dort die zweite “Enttäuschung” - die “große Luxuskabine mit eigenem Bad” hat sich als 4Quadratmeter-Loch, aber immerhin mit großem Spiegel inkl. Minitischchen herausgestellt. Das Bad haben wir uns mit - wie sollte es auch anders sein - 2 Pärchen - geteilt. Naja, Bad kann man das eigentlich nicht nennen.. weiss nicht, ob jemand von Euch schon mal ein paar Tage auf dem Schiff verbracht hat….aber das “Bad” war ca. einen halben Quadratmeter groß inkl. Toilette und Minimini-Waschbecken. Geduscht wurde “mitten im Bad”, weil das Wasser sowieso gleich irgendwo abgelaufen ist.. Duschen durfte man übrigens 2Minuten am Tag - weil sonst nicht genug Wasser für die nächsten 3 Tage an Bord gewesen wäre…
Öfter und länger wär aber eigentlich eh sinnlos, da man sowieso immer wieder im Meer schnorcheln war, oder am tollen großen Sonnendeck lag, und bei dem Wetter nach kurzer Zeit wieder verschwitzt war.
Das Wochenende bestand aus reinem Relaxen….d.h. lesen, sonnen, sich mit den Leuten unterhalten, essen, (endlich wieder richtiges, leckeres warmes Essen!), und zwischendurch 2-3mal täglich rein in die Wetsuit - die Schwimmanzüge gegen die Quallen und ab ins warme Wasser zum Schnorcheln. Eigentlich wollte ich auch noch mal einen Tauchgang machen, aber das wurde von unserem Boot aus nicht angeboten, und außerdem hat man bei dem klaren Wasser auch beim Schnorcheln schon super Korallen und Fische gesehen. Dort war im Wasser noch mehr los wie im Norden, also in Cairns am Great Barrier Reef.
Das Highlight an dem Wochenende war der Whitehaven Beach! Und ich muss sagen: Es sah wirklich aus wie auf den Postkarten in Airlie Beach! Schneeweißer Sandstrand, flaches, türkisfarbenes Wasser, und im Hintergrund ein Naturschutzgebiet mit interessanten Bäumen und Tieren.
Unsere Reiseleiterin, war super und hat uns allerlei interessante Sachen erzählt.. u.a. was die Aborigines mit den Pflanzen und Tieren machen.. Und so haben wir auch etwas ausprobiert: Es gibt die “Green Ants” - also grüne Ameisen, die einen besonderen, sauren Saft abgeben, wenn man sie berührt bzw. abschleckt. Klingt komisch, aber Kathy unsere Reiseleiterin hat immer wieder eine neue Ameise genommen, und uns kurz über die Zunge getreift.. und wirklich.. Es hat kurz ganz sauer, wie eine Limette geschmeckt. Was genau diesen Geschmack verursacht hat, hab ich nicht wirklich verstanden, aber vielleicht besser so ;-)!
Die Gruppe an sich hat sich nach einiger Zeit ganz nett entwickelt, wobei es schon auch 2 Pärchen gab die eher für sich sein wollten.. naja, aber dann hätten sie sich ein anderes Boot aussuchen sollen! Die beiden Skipper waren dafür umso lustiger und haben mit Ihren Dreadlocks einfach perfekt zum Boot gepasst!
Obwohl meine Erwartungen an die Leute und die Kabine anders waren, war es ein super Ausflug, und ich war auch froh, dass wir die lange Tour - also 2 Nächte und 3 Tage gebucht hatte, da wir so den unglaublichen Sternenhimmel nicht verpasst haben! Wirklich Wahnsinn wie viele Sterne es gibt, und wie das Sternenbild hier aussieht!
Wieder an Festland sind die meisten von uns dann noch - wie das hier so üblich ist nach so Ausflügen - in ein Backpacker-Pub und dann in eine Art Club. War richtig nett, und die Leute sind endlich auch etwas lockerer geworden.
Wie schon bei unserem Erlebnis auf der Fullmoonparty waren Jenny und ich aber leider mit unserem Gepäck unterwegs.. Was wohl ziemlich bescheuert aussah im Club mit fettem Rucksack, aber es ging mal wieder nicht anders, da wir über die Nacht mit dem Bus 10Stunden Richtung Süden - nach Agnes Water gefahren sind!
Der Hauptgrund: Ich hab mitbekommen, dass man dort einen sehr günstigen Surfkurs machen kann! Na und dann musste ich da natürlich hin!
Jenny wollte eigentlich woanders hin, und hat dann aber doch umgebucht…vielleicht weil ich nicht dort hin wollte.. keine Ahnung?! Jedenfalls hat sie keinen Surfkurs gemacht, was wahrscheinlich auch besser für sie war, da ich denke, dass es nix für sie wär! Dazu später..
Ich jedenfalls habe es probiert, und fands total super! Es ist zwar total schwer, macht aber super Spass, und wenn man erstmal damit anfängt und Spass hat, will man unbedingt noch die “nächste Welle probieren”!
Es sieht wirklich viel leichter aus, als es ist, aber mit viel Übung könnte das was werden.. für den Anfang war ich ganz zufrieden mit mir, da ich immerhin 3-4mal auf dem Brett stehen konnte!
Sogar meine erste, kleine Verletzung - eine Schürfwunde am Knie hab ich dafür in Kauf genommen, und kann es kaum erwarten, wieder zu probieren. Spätestens in “Surfers Paradies” oder Byron Bay werde ich mir ein Brett leihen J!
Jetzt geht’s morgen aber erstmal zur Selfdrive-Jeep-Safari nach “Fraser Island” - der größten Sandinsel der Welt!
Und das Beste ist: Ich mach die Tour mit den 2 Mädels, die ich in Sydney kennengelernt habe! Ich hatte Glück, und konnte mich noch spontan zu Ihrer Tour dazubuchen! Es gab gerade noch einen Platz! Jenny ist heute mit einer anderen Gruppe mit - eine “Guided Tour” - d.h. man darf nicht selbst fahren. Aber auch dass passt besser zu Ihr, DENN: Sie ist/war zwar wirklich nett, aber nach doch 2 Wochen zusammen, bin ich froh, wieder “allein” zu sein. Sie ist einfach ein anderer Typ als ich - sehr ruhig, bedacht, brav - ich würde mal sagen langweilig - und das kann ich hier nicht gebrauchen! Da hab ich viel lieber jemanden um mich der vielleicht etwas verrückt ist, und mich aber wenigstens zum Lachen bringt bzw. meine Art von Humor hat! Das ist so wichtig! Man lernt hier so viele Leute kennen, wenn auch nur für einen Smalltalk, einen Abend oder einen Ausflug.. wie auch immer.. Es stimmt auf jeden Fall, dass man meistens schon in den ersten Sekunden oder Minuten merkt, ob man auf der selben Wellenlänge ist! Mir geht es da auf jeden Fall so!

Mittwoch, 11. November 2009


Diving Course, Great Barrier Reef, Trips around Cairns and Magnetic Island


Gestern war ja mein 28. Geburtstag, und hiermit erstmal Danke an alle für die Glückwünsche! Habe mich sehr gefreut, und zum ersten Mal seit meiner Abreise etwas Heimweh bekommen, bzw. meine Familie und Freunde vermisst!
Mein Tag gestern war leider nicht so wie erhofft bzw. erwartet,
da hier in Airlie Beach, wo ich seit Montag bin, totales Regenwetter war, mein Hostel nicht soo schön ist wie das vorige, und ich diesmal auch nicht die “richtigen Leute” zum Feiern um mich hatte.
Aber ich hatte die letzten Tage und Wochen schon so viele tolle Erlebnisse, Partys, Bekanntschaften, ja sogar Freundschaften, dass es auf diesen einen Tag nicht drauf ankommt. Und es werden bestimmt noch ganz viele super Tage folgen…
Jetzt aber mal zu meinen vergangenen 1-2Wochen:

Mein Tauchkurs war super! Wir waren nur 3 Schüler - 2 Jungs und ich, der Tauchlehrer, und ein Assistent.. Also die ersten 2 Tage im Pool und beim theoretischen Unterricht hat mir anfangs schon weibliche Unterstützung gefehlt, aber ich hab mich nach kurzer Zeit an die Sprüche der Männer gewöhnt, und ich muss sagen, dass sie auch alle sehr nett, lustig und hilfsbereit waren. Zwar war keiner von denen “mein Typ”, aber in der Situation auch besser so.. Taucherbrille, Schnorchel, Tauchanzug.. da sieht man schon ein bisschen bescheuert aus, aber die anderen sehen ja auch nicht besser aus;-)!
Anfangs ist mir das Atmen über die Sauerstofflasche und der Druckausgleich unter Wasser etwas schwer gefallen bzw. war das “zu viel auf einmal”, aber eigentlich ist es wie beim Autofahren.. Alles eine Übungssache, und wenn man es mal raus hat, dann verlernt man es nicht mehr. Nach einigen Stunden im Pool, Videos, und theoretischem Unterricht, war schon am 2.Tag die theoretische Prüfung. Auf Englisch!!
Wenn unser Lehrer nicht für die meiste Zeit das Klassenzimmer verlassen hätte, und unser Assistent nicht “geschlafen” hätte, weiss ich nicht, ob ich so gut abgeschnitten hätte! Aber so.. dank Teamwork, haben wir alle drei sehr gut bestanden, und somit gings am 3.Tag ganz in der Früh mit anderen Ausflüglern mit einem kleinen Boot raus auf´s Great Barrier Reef auf unser großes Schiff “Kangaroo Explorer”, wo wir auch die nächsten 3 Tage und 2 Nächte verbringen durften.

Bei der Fahrt dorthin gings mir leider nicht so besonders gut.. Weiss nicht, ob das am Schlafmangel (ich “musste” noch am Abend vorher mit paar Leuten ausm Hostel Abschied feiern), oder dem starken Wellengang lag, aber nach der Begrüßung und der Aufregung, dass es gleich losgehen sollte gings mir schon wieder gut!
Wir zogen uns die Tauchanzüge inkl. der Weste mit der Sauerstoffflasche an, haben noch mal kurz alles durchgesprochen, und dann sollte es erstmal langsam an einem Seil runter auf 5 Meter gehen. Unser Assistent Paul war der erste, und ich gleich hinterher.. Aber ich war so aufgeregt, nervös, ängstlich… wie auch immer, dass ich unten wohl zu schnell geatmet habe, und mich verschluckt hab, angefangen hab zu Husten.. Naja, nicht so toll unter Wasser mit dem Mundstück im Mund.. Aber ich hab mich zusammengerissen, wieder tief und regelmäßig durchgeatmet, und dann gings auch wieder! Als alle auf der selben Tiefe waren gings langsam los.. eigentlich auf bis zu 18m, aber ich bin aus versehen zu tief getaucht - auf 19,3, und musste deshalb am nächsten Tag zum Frühstück Vegemite essen!
Aber dazu später! Der erste Tauchgang war echt super spannend, aber gleichzeitig auch etwas beängstigend das Gefühl so tief unter Wasser schwerelos zu sein, und so viele verschiedene Korallen und Tiere zu sehen. Wobei ich sagen muss, dass ich mir die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef noch bunter vorgestellt habe - aber ich glaub Ägypten kann man nicht toppen! Ich weiss schon wo mein nächster Urlaub hingeht ;-)!
In den nächsten 2 Tagen hatten wir ca. 3 Tauchgänge für ca. 30-40min täglich. Dazwischen essen, sonnen, sich mit anderen austauschen.. Es war wirklich total nett. Insgsamt waren ca. 30 Leute auf dem Boot, wobei sich die Anzahl auch immer geändert hat.. Je nachdem ob die Leute nur einen Tagesausflug oder einen 2 bzw.3-Tagestrip gebucht haben.
Auf dem Boot habe ich Jess kennengelernt, die auch mein Buddy (Tauchpartner) war, und auch Vegemite zur Strafen essen musste! Was ist Vegemite? Also es ist ein typisch australischer Brotaufstrich, der wirklich grauenhaft schmeckt! Es ist ein konzentrierter Hefeextrakt, den wohl nur Australier und Neuseeländer vertragen, da sie damit aufgewachsen sind.
Daher war es für Jess auch nicht so schlimm wie für mich einen Esslöffel zu essen, da sie Neuseeländerin ist! Mich hat es gewürgt, und die anderen hatten Ihren Spass! Echt gemein, aber seitdem bin ich nicht mehr zu tief getaucht;-)! Einen Nachttauchgang habe ich am letzten Abend nach langem hin und her überlegen auch mitgemacht, und ich muss sagen es war eine Erfahrung, aber ich muss das nicht unbedingt noch mal machen!
Die nächsten 2 Tage nach unserem Bootstrip habe ich mich etwas wacklig auf den Beinen gefühlt, aber Jess gings da genauso, und so konnten wir uns gegenseitig “stützen” und bemitleiden, denn wir haben die folgenden Tage miteinander verbracht!
Es war so nett von Ihr mir die Gegend um Cairns herum zu erkunden.
Sie wohnt seit 6Monaten in Australien, ist eigentlich Journalistin, aber gerade auf Jobsuche und arbeitet momentan online für das Weinanbaugebiet Ihrer Mutter in Neuseeland. So hatte sie Zeit und ein Auto, um mit mir Ausflüge zu Wasserfällen, an verschiedene Strände, Städtchen, in den Regenwald usw. zu machen. Sie war wo herzlich und hilfsbereit, dass mir der Abschied von Ihr und Ihrem Freund Ben etwas schwer gefallen ist, obwohl ich sie ja erst so kurz kannte! Ihr ging es genauso, aber man sagt ja man trifft sich immer zweimal.. wer weiß?!
Einige Backpacker habe ich schon ein 2. mal getroffen, wie z.B. eine die auf dem Boot gearbeitet hat, und die jetzt zufällig 700km weiter südlich mit mir im selben Hostel ist. Naja, jeder macht mehr oder weniger die selbe Tour…

Bevor ich in Airlie Beach gelandet bin, war ich noch mit Jenny, mit der ich jetzt seit knapp einer Woche reise auf Magnetic Island! Super schön:
- Auto geliehen (da hat sich mein Internationaler Führerschein schon mal ausgezahlt, und trotz Linksverkehr gings auch ganz gut),
- Koalas in freier Natur gesehen
- tolle Strände
- Fullmoonparty am Strand mit endlich mal wieder g´scheiter Musik..

Auf der Fullmoonparty habe ich dann ein Pärchen kennengelernt, die uns gleich mit nach Hause (zu seinen Eltern!) genommen haben, da wir in dieser Nacht “obdachlos” waren, da wir ja sowieso auf der Party waren und erst am nächsten morgen ab elf ins Hostel in Townsville (20min mit der Fähre von der Insel) konnten.
Hier ist das anscheinend nichts ungewöhnliches Fremde zu sich nach Hause oder zum BBQ einzuladen, oder einfach mit Ihnen etwas zu unternehmen. Selbst am nächsten Abend und den Tag drauf haben die beiden und sehr lustige Freunde von Ihnen Zeit mit uns verbracht, und uns die Clubs, die Lagune und “The Strand” von Townsville gezeigt.

Ach es gäbe soo viel zu erzählen…
Ihr habt Glück - heute ist es wieder total verregnet, und so sitze ich im Hostel und schreibe, und schreibe, und schreibe..

Aber morgen solls besser werden! Spätestens am Freitag “muss” es besser werden, denn da werde ich mit Jenny für 3 Tage um die Whitsunday Islands segeln. Hab schon Bilder gesehen, und das muss der Traum sein!
Wir hatten Glück, dass wir hier relativ kurzfristig gebucht haben, denn so haben wir einen super Rabatt bekommen, und wurden sogar “upgegradet”, was bedeutet, das wir eine schöne, große Kabine mit eigenem Bad bekommen! Das ist echt Luxus hier.. Teile mir sonst mein Zimmer mit mindestens vier Leuten, und das Bad.. hmm.. gute Frage..mit wie vielen eigentlich, aber auch daran gewöhnt man sich, wenn es einigermaßen sauber ist. Nur das Leben aus dem Rucksack ist nichts für mich, und daran werde ich mich wohl auch nicht gewöhnen! Ich bin froh, wenn ich irgendwo länger als eine Nacht bin, und ich irgendwo meine Sachen auspacken kann!

Freitag, 30. Oktober 2009



Die letzten Tage Sydney, die ersten Cairns...


Die letzten Tage bzw. das letzte Wochenende in Sydney waren noch mal sehr ereignisreich. Letzten Freitag bin ich erstmal mit Anja vom Bondi Beach am Meer entlang ca. 5Kilometer nach Coogee gelaufen, wo meine Cousine wohnt, und es auch BBQ-Plätze gibt. Und als “neue Sydneysiderin” habe ich den dt. Mädels (die ich schon vorher über StudiVz kennengelernt habe und mich auch in der Realität hier wirklich gut mit Ihnen verstanden habe) gezeigt, wie man ein BBQ am Strand macht.. Es war total witzig, spannend, aber auch stressig, damit uns nichts anbrennt! Unsere “Grillnachbarn” waren drei Jungs aus China, und da hat man mal wieder den kulturellen Unterschied gesehen: Ihre BBQ-Platte war feinsäuberlich mit einer Alufolie ausgelegt, und das Fleisch bzw. Ihre Sate-Spießchen und Gemüse lagen schön in Reih und Glied nebeneinander und nicht so wie bei uns durcheinander…und das lustige war, dass sie Ihre Sachen mit Ihren China-Ess-Stäbchen umgedreht haben!
Anfangs waren sie auch total ruhig und schüchtern, aber bei unserer lustigen Fotosession durften sie die Fotografen spielen und sind langsam aufgetaut.

Abends hat es wirklich geklappt, dass ich mich mit einer Bekannten - Kristina, auch eine Slowakin, die mal 4 Jahre in Sydney gewohnt hat, und jetzt auf den Cayman Islands wohnt, getroffen habe.
Wir waren mit Freunden von Ihr in einer coolen Bar in Bondi, und die Leute waren echt witzig.. Die meisten waren Mitarbeiter eines Tattoostudios und dementsprechend auch deren Äußeres.. . Nach dem “Flying Squirell” war ich dann noch mit Simona in Kings Cross (einem der Weggehviertel) weg - war ziemlich viel los, und obwohl wir in 3 verschiedenen Clubs waren und uns sogar der Eintritt bezahlt wurde, muss ich (bis jetzt) sagen, dass ich in Wien besser feiern kann;-). Aber es war lustig.. Vielleicht gerade deswegen, weil die Musik und die Leute nicht gerade unsers waren…

Am Samstag bin ich erst allein zum Paddington Market (ganz nett, aber teils teure Sachen, die es auch bei uns gibt), und dann mit Simona und Maren bei super Wetter mit der Ferry vom Circular Qual (dem Haupthafen nähe der Oper) nach Manly. - Einem Surfer-Stadtteil etwas abseits vom Zentrum. Dort, aber auch in Bondi ist es genau so wie man es sich vorstellt (oder ich es mir vorgestellt habe).. ein Suferladen wie Roxy, Billabong, Ripcurl.. neben dem anderen, Cafes, und am Strand natürlich die Jungs und Mädels mit oder auf Ihren Brettern.
Nach so einem schönen, relaxten Tag, habe ich einen gemütlichen Abend bei Radka verbracht, da wir am Sonntag zusammen mit Ihrem Freund in die Blue Mountains gefahren sind. ABER: Bei meinem Wetterpech hat es total geregnet.. Und die Mountains waren nicht Blue sondern White! Das war echt heftig.. Selbst von der Aussichtsfläche auf die Wälder und die “Three Sister” (3 große Steinsgebilde) hat man anfangs nichts gesehen.. So das ich mir nur auf einer Tafel anschauen konnte, was sich hinter dem Nebel eigentlich versteckt! Naja, wir sind trotzdem ein bisschen spazieren gegangen, und je näher wir kamen, konnten wir doch auch langsam die Steinfelsen erkennen. Nach diesem kurzen Ausflug (geplant war eine große Wanderung), sind wir erstmal durchnässt in eine Wirtschaft in Katoumba essen gegangen.
Dort habe ich mal wieder die Offenheit und Geselligkeit der Australien kennengelernt, als sich ein junger Typ (ohne zu fragen) zu uns gesetzt hat, mit uns gegessen hat, wir uns nett unterhalten haben..
Habe mich schon daran gewohnt, bzw. bin schon fast genauso (wie auch die anderen Traveller), was ja auch irgendwie klar ist, weil ganz viele alleine Reisen und jeder auch Kontakt möchte und man sich austauschen will.

Nun hat mein Backpackerleben also begonnen, und der “Urlaub” in Sydney ist vorbei.
Dort war alles so einfach und bequem, d.h ich hatte meinen eigenen Wohnungsschlüssel, konnte kommen und gehen wann ich wollte, hatte sogar schon meine 2-3 dt. Freundinnen, die ich ja schon vorher schriftlich über die Australien-StudiVz-Gruppen kennengelernt habe, und nach einer guten Woche kannte ich mich doch auch schon ganz gut in der Stadt aus.
Natürlich hätte ich es auch noch länger ausgehalten, dann aber nur mit einem Job oder einer anderen Tätigkeit bzw. Aufgabe wie zum Beispiel einem Sprachkurs.
Aber eigentlich hat es mich doch erstmal weitergezogen, denn es gibt ja noch soo viel zu entdecken.
Nach einigem hin und her überleben und 2-3Besuchen in Backpackerreisebüros habe ich mich doch entschlossen von Sydney nach Cairns zu fliegen.
Und so bin ich am Montag nach dreiundhalb Stunden Flug in Cairns, ganz im Norden der Ostküste Australiens angekommen.
Vorsichtshalber habe ich mir schon aus Sydney ein Hostel für 2Nächte gebucht, was praktisch war, da ich mir so das Taxi gespart habe, und von einer Mitarbeiterin in einem bunten, blumigen VW-Bus vom Flughafen abgeholt wurde!
Mir meiner ersten Unterkunft bin ich sehr zufrieden, da es hier sehr gemütlich und familiär ist. Anfangs war ich zwar etwas “geschockt”, als meine erste Bekanntschaft hier mit meinem männlichen Mitbewohner war.. Hatte mich auf ein Mädelszimmer eingestellt…, aber er ist nett - klar, ist ja auch ein Bayer;-). Tja mal wieder ein Deutscher… ja, leider. So komme ich immer noch nicht sooo viel zum Englisch sprechen. Es gibt hier wirklich wahnsinnig viel Deutsche, aber auch Österreicher jeder Altersgruppe. Mir ist das schon zu viel, aber natürlich spricht man sich an und unternimmt mal was zusammen. Aber zum Glück mischen sich zwischendurch auch andere dazwischen - so wie gestern eine Belgierin beim Essen, so dass man sich dann auf Englisch unterhält.

Gestern habe ich mich für meinen 5 - tägigen Tauchkurs angemeldet, und eigentlich hätte es heute losgehen sollen, aber es haben sich bis jetzt zu wenig Leute angemeldet, und so wird der Kurs erst morgen starten.
Aber morgen...! Die ersten 2 Tage ist Theorie und Tauchen am Pool, und am 3.Tag fahren wir dann endlich für 3 Tage und 2 Nächte zum Great Barrier Reef!
Freu mich schon voll. War zwar etwas skeptisch, aber jeder sagt es ist super, und mir hat ja das Schnorcheln in Ägypten schon so gut gefallen.
Und nachdem ich gestern meinen “Medical Check” hier beim Arzt bestanden habe, spricht auch gesundheitlich nix dagegen!

Dienstag, 20. Oktober 2009

Nightlife

Nach fast 2 Wochen kann ich natürlich auch was übers Nachleben in Sydney berichten.. und ja.. einiges ist doch etwas anders als bei uns.
Also letzten Mittwoch war ich mit nem dt. Mädl, die auch erst seit kurzem hier ist, in Bondi verabredet.. dort sollte die "legendäre Mittwochs-Backpacker-Party" stattfinden! Erst hieß es am Beach, was ja schonmal sehr verlockend klang, aber nach langem Suchen, haben wir "den Club" - der eine Mischung aus Hotelfoyer und Billiardcafe war - gefunden. Kurz hatten wir bedenken, ob wir auch reinkommen, da Anja Ihren ID (Reisepass oder ähnliches) vergessen hat, aber mit meinen Überredungskünsten ("oh come on.. we didn´t know this.. sorry, sorry..grins") sind wir dann doch beide ohne Probleme reingekommen! So gegen elf (also für europäische Clubs ziemlich früh) waren wir dann also drin.. und es war super voll mit Leuten jeden Alters und aus den verschiedensten Ländern. Jeder hat sich mit jedem unterhalten, umgeschaut, getrunken.. das übliche eben, nur vielleicht etwas lockerer, und gerade, als wir uns "eingelebt" haben - nach einer Stunde haben sie geschlossen! Um zwölf Uhr! Unglaublich! Wir wollten natürlich noch nicht heim, und sind deshalb noch mit anderen in einen "richtigen" Club ganz in der Nähe vom Bondi Beach. Der war bisher echt der coolste: gute Housemusik, interessante, freakige, stylische Leute, und die Preise waren auch ok, ABER: dort haben sie auch schon um zwei zu gemacht, so dass ich mir dann ein Taxi "nach Hause" genommen hab. Hab dann auch gleich gefragt, ob das hier normal ist, dass die Discos so früh zu machen, und der Taxifahrer hat gesagt JA! Unbelievable!
Ich dachte mir da schon: dass werd ich mal lieber selbst "überprüfen" ;-)!

Am Freitag war ich mit 2 dt. Mädels und deren Bekannten vom Hostel im "Ivy" verabredet - dem "In-Laden" in der City! War schon gespannt, ob wir reinkommen, aber nachdem wir alle schön mit kurzem Kleidchen kamen, gabs keine Probleme. Ich hab geschrieben kurz - damit mein ich knapp übers Knie, aber die Mädls hier.. phh.. die hatten teilweise fast nix an!
Echt krass, was die für kurze Röcke bzw. Hosen trugen, aber dafür hohe Highheels anhatten!
Das ist echt gewöhnungsbedürftig für uns braven deutschen Mädels ;-)!
Insgesamt war die Location des Clubs sehr stylisch - teils drin, teils draußen, mit Terasse, mit Pool, .. aber das ist nicht alles.. die Leute waren ziemlich eingebildet, und es kam nicht so wirklich gute Stimmung auf. Aber ich habe herausgefunden, dass die Discos hier doch länger als bis zwei auf haben dürfen... wenn sie bestimmte Alkohol-Ausschank-Genehmigungen haben!

Am Samstag war das Opening der Schmuckausstellung meiner Cousine, und das ist hier immer ein besonderes Event. Mein Job war an dem Tag die Getränke auszugeben, was aber kein Problem war. Und ich hab sogar was dabei gelernt: OJ? - Orange Juice!
Naja, jedenfalls wars ein voller Erfolg mit vielen mehr oder weniger "wichtigen Leuten/Künstlern/Freaks" - kam mir vor wie auf einer "Sex and the City - Party" oder so ähnlich!
Danach gings (wie so oft hier) in einen Pub, und obwohl ich in München/Wien nie in einen Pub gehen würde, gehört das hier irgendwie dazu und ist echt nett.
Na und danach gings dann weiter und weiter.. in 3 verschiedene Clubs - angefangen in einem stylischen großen Laden in "The Rocks" , dann einem Touri-Club mit lauter 18-jährigen (waren nur 5min drin), und zum Schluss sind wir in eigentlich einem Schwulenlokal gelandet, in dem aber auch viele Heteros waren. Um zwei, nach 12 Stunden Partymarathon konnten wir dann nicht mehr und sind erschöpft heim. War ein wirklich langer, aber abwechslungsreicher Abend bzw. Tag.
Dafür war der Sonntag umso gemütlicher - mein 2.BBQ, und diesmal gabs sogar Känguruh-Steak zu essen - ja, wirklich! War anfangs bisschen skeptisch, aber nachdem jeder gesagt hat, dass es soo lecker ist, hab ich´s probiert, und muss sagen: Ja, es war wirklich gut, und ich werde es bestimmt nochmal essen!
So, jetzt muss ich aber ins Bett auch wenn´s erst zehn ist, aber morgen wird´s richtig heiß (33Grad) und wir gehen zum Bondi Beach! Gute Nacht!

Freitag, 16. Oktober 2009

Einleben..

Schon über eine Woche bin ich nun also hier in Sydney, und nach ständigem Sightseeing in den ersten Tagen bin ich was das angeht etwas ruhiger geworden, und habe die Woche recht relaxt verbracht.
Nachdem ich ja aber doch gute 2 Wochen hier sein werde, möchte ich mir keinen Stress machen, sondern hab oft ausgeschlafen, oder einfach nur mal an einem Nachmittag eine DVD angeschaut (auf englisch natürlich!).
Mittlerweile kann man ich doch sagen, dass ich anfange mich hier einzuleben bzw. "heimisch" zu fühlen. Habe mittlerweile eine Handynummer (+61 45 122 74 94), habe ein Bankkonto eröffnet, und heute habe ich hierher sogar Post bekommen: meine australische Steuernummer, die ich vor einigen Tagen online beantragt habe. D.h. ich könnte theoretisch anfangen zu arbeiten, aber damit lass ich mir noch ein bisschen Zeit! Denn sonst bleib ich noch in Sydney hängen.. und ich will doch noch so viel sehen!
Am Mittwoch war ich in einem typischen Backpacker-Reisebüro um mich zu erkundigen, wie, wann und wohin ich am Besten weiterreisen könnte. Nach fast einer Stunde supernetter "Beratung" bin ich mit einem Haufen von Flyern ausgestatten nach Hause gekommen, und war voll mit Infos. Mein eigentlicher Plan war/ist ja die Ostküste hochzureisen bis Cairns oder noch weiter, und dann Richtung Darwin und ins Outback... ABER: die meisten reisen jetzt genau andersherum, da das Wetter jetzt "oben" gut ist und man noch baden kann (da dort später Quallen sind..), und hier "unten" ist es jetzt doch noch nicht soo warm.. besonders das Wasser - naja, ist ja auch erst Frühlingsbeginn! Vielleicht finde ich einen billigen Flug nach Cairns, und reise doch im Uhrzeigersinn?!

Sonntag, 11. Oktober 2009

First weekend

Mein erstes Wochenende ist also auch schon rum, und ich hab so viel gesehen und erlebt, dass ich garnicht weiss wo ich anfangen soll?!
Also am Freitagabend hatte ich meine erste Backpackerbekanntschaft. Und es war - kaum zu glauben - eine Österreicherin ;-) - aber keine Wienerin, sondern ein nettes Mädl aus Osttirol.
Wir saßen in einem Cafe und haben uns wohl gleich gegenseitig als Touris erkannt (sie beim Postkartenschreiben, und ich beim Lesen der Flyer für die besten Surf - und Tauchkurse) und sind dann recht schnell ins Gespräch gekommen.... "Where are you from?", "Austria", "No, really?!"... und schon sind wir ins deutsche "geswitcht". War ganz nett, und nachdem sie auch keine weiteren Abendpläne hatte, sind wir noch ein bisschen in der City spazieren gegangen und waren dann in China Town essen. Ob und wann ich sie wiederseh.. ?! Keine Ahnung! Aber das ist hier auch nicht so wichtig, denn ich werde bestimmt noch so viel nette Leute kennenlernen, aber vielleicht auch mehr oder weniger schnell wieder vergessen bzw. nie wieder sehen. Hier zählt der Moment einer Begegnung, und was draus wird, lass ich auf mich zukommen.
Hier gibt es so viele Reisende aus der ganzen Welt, und sogar eine Augsburgerin hab ich heut getroffen, aber soo klein ist Augsburg doch nicht, dass ich Sie gekannt hätte.
Gestern bin ich mit Radka mit einer kleinen Ferry zum Taronga Zoo gefahren, und es war wirklich total schön - der Zoo liegt gegenüber des Opera Houses auf einem kleinen Berg, und somit hat man eine super Sicht auf die Skyline, und auch die Tiere dort sind natürlich teils anders als in europäischen Zoos. Da konnte ich mir gleich mal erklären lassen welche ich eventuell bzw. sehr wahrscheinlich auf meiner weiteren Reise sehen werde. Hmm.. bin ja schon gespannt auf die Spinnen und Krokodile usw.. ! Naja, will jetzt noch garnicht dran denken, da ich sonst nicht schlafen kann!
Gestern Abend hab ich mein erstes australisches Bier getrunken - und die Reiseführer hatten recht - es war eiskalt und bis zum Glasrand gefühlt - fand ich gut - da kriegt man wenigstens was für sein Geld und nicht so wie auf der Wiesn 8cm Schaum!
Nicht nur getränkemäßig bin ich zufrieden, auch das Essen war heute super: mein erstes BBQ (Barbecue) am Strand! Es war echt total relaxt - es gibt mehrere Grillplätze am Strand, man bereitet daheim bisschen was vor, trifft sich mit Freunden und los gehts... Grill anschmeißen, Essen drauf, zuschauen beim bruzeln, Bierchen trinken, aufs Meer hinausschauen, sich unterhalten, ...! Und sogar eine spontane Sambatanzeinlage gabs direkt am Strand zu sehen bzw. wurden wir zum mimachen eingeladen! Aber wir wollten uns nicht vor den Südamerikanern blamieren und haben lieber aus der Ferne die Show angeschaut! Das Wetter hat heut zum Glück auch gehalten, also kein Regen und sogar hin und wieder Sonnenschein, und ich bin guter Hoffnung, dass die kommende Woche hier der Sommer beginnt! Und dann wird zwischen dem BBQ schwimmen gegangen;-)!

Freitag, 9. Oktober 2009

Erste Eindrücke..

Gestern wollte ich mehr sehen als "nur" den tollen Beach, und so habe ich mich auf gut Glück in einen Bus gesetzt, und bin nach fast einer Stunde durch verschiedene Stadtviertel bis zur Endhaltestelle - der Harbour Brigde gefahren! Was für ein Glück, dass ich nicht stadtauswärts gefahren bin! Normalerweise bin ich ja der Spezialist für Reiseführer, aber gestern wollt ich den schweren Lolley Planet nicht mitnehmen, und von Sydney hatte ich auch keinen Stadtplan, also hab ich die Stadt ohne Plan entdeckt, aber doch das wichtigste gefunden und mich dank meines guten Orientierungssinns nichtmal verlaufen;-)
Erstmal hab ich mir die Wahrzeichen der Stadt - das Opera House und die Harbour Bridge angeschaut, bin dann durch den Hyde Park spaziert, und über die Oxfordstreet (ja Natalie.. klingt fast so wie bei Dir in London, gell!?) mit x süßen, kleinen Geschäften bis zur Bondi Junction, von wo aus ich mir dann den Bus gegönnt hab! Ich bin sooo viel gelaufen, dass ich heut sogar Muskelkater in den Beinen hab - aber das hab ich gern in Kauf genommen!
Sydney ist echt cool! - Grün, viel Wasser, nette Leute, stylische Läden, british angehaucht, und viel bergiger als ich dachte! Nur das Wetter will noch nicht so ganz wie ich es mir vorstell.. gestern wars total windig und meist bewölkt, und heut Nacht und Vormittag hat es die ganze Zeit geregnet:-(! Daher hab ich mir bis jetzt einen ruhigen Tag daheim gemacht, aber nachdem es vor paar Minuten aufgehört hat zu regnen und sogar gerade die Sonne scheint zieh ich mal wieder los..

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Ankunft in Sydney!

Hallo meine Lieben!
Geschafft!! Nach über 30Stunden unterwegs bin heute morgen um halb elf Ortszeit hier in Sydney angekommen!
Erst unterwegs ist mir bewußt geworden ist, wie weit ich eigentlich weg bin... erst eine 1Std. nach London, dann ca. 10 Std. nach L.A., weiter von dort fast 13 Stunden fast nur übers Meer nach Neuseeland, und dann letztendlich doch nochmal 3,5 Stunden "zurück Richtung Europa" nach Sydney! Aber insgesamt hat alles sehr gut geklappt - hatte sogar auch 2 Norddeutsche "Mitbackpackerinnen" im Flugzeug neben mir, die ne Tour durch Neuseeland machen.
Und nach dem Tipp der einen "ein, zwei Gläschen Rotwein seien gut für die Durchblutung und die Nerven" konnte ich teilweise sogar ein bisschen schlafen! Zur Belohnung nach dem anstrengenden, langen Flug gabs zum Abschluss noch einen Rundflug bei schönstem Wetter über Sydney, und da ist mir bewußt geworden, dass ich jetzt WIRKLICH da bin und hier lange bleibe.
Beim Einreisen wurde ich gleich mal Zwecks Lebensmitteleinfuhr befragt und teils kontrolliert, aber meine Mannerschnitten und Gummibärchen haben sie nicht entdeckt, und das Münchner Lebkuchenherzerl hat der nette australische Polizist mit einem grinsen durchgehen lassen, nachdem ich gesagt habe, dass es doch nur ein Geschenk für meine Cousine ist!
Die hat mich dann auch wie abgemacht mit Ihrem Freund abgeholt, und dann gings erstmal zu den beiden in die Wohnung.
Ich musste erstmal duschen und 1-2Stündchen schlafen, aber dann hab ich es nicht mehr daheim ausgehalten, und musste los.. gleich zum Coogee-Beach, der nur 5-10Minuten zu Fuß entfernt ist! Leider war es dann mittlerweile schon etwas bewölkt, aber ich wollte umbedingt noch zum bekannten Bondi-Beach und kaum war ich dort.. klar... hat es angefangen zu regnen!
Naja.. aber die Surfer, die mit Ihren schwarzen Neoprenanzügen auf Ihren Surfbrettern aussahen wie schwarze große Fische, haben sich davon nicht abhalten lassen;-)! Naja, und ich hab ja noch genug Zeit, um das Wasser zu testen und braun zu werden!
Jetzt sitz ich im Homedress mit einer Tasse Tee hier und hab (noch) Zeit hier was zu schreiben, da meine Cousine Radka und Ihr Freund Martin noch arbeiten müssen!
Aber nach der vergangenen und bestimmt kommenden Aufregung und den geplanten Aktionen tut mir bisschen Ruhe sehr gut!
Nichtsdestotrotz möchte ich mich hier noch kurz bei meiner Familie, Freunden und Kolleginnen für den netten Abschied bedanken! Ich werde Euch vermissen, aber wie man sieht bin ich ja doch nicht aus der Welt, sondern nur am anderen Ende!
Bis bald! Eure Julia

Dienstag, 29. September 2009

Noch zwei Nächte hier in der Wiener Wohnung! - Ich kann nicht einschlafen!

Sonntag, 27. September 2009

Die letzten Tage in Wien..
Gerade eben wurde dank Christina (DANKE!) dieser Blog erstellt!
Bald gehts los und dann wird auch mehr geschrieben!