Freitag, 20. November 2009

Sailing on the Whitsunday Islands and my first Surflesson

Manchmal lohnt es sich zu warten.. z.B. wenn es um eine Segel - Tour bei schönem Wetter geht. Nachdem ich mit Jenny letzte Woche gemütlich bei Regenwetter in Airlie Beach verbracht haben, war das Wochenende aufm Segelschiff super Wetter, und auch sonst, nach kurzer Verwunderung bzw. Überraschung war es ein tolles Erlebnis!
Als uns das Boot angeboten wurde hatte ich schon leichte Bedenken, ob wir nicht mit einem typischen Pärchen/Romantik-Schiff unterwegs sein werden, denn es war preislich etwas teurer als die typischen Partyboote, und es sollten auch nicht so viel Leute drauf sein, wie bei manch anderen.
Der Typ im Reisebüro hat zwar auch noch zum Spass bei der Buchung an Bord paar “goodlooking guys” für uns bestellt, aber als wir uns am Freitag morgen am Hafen mit unserer Gruppe getroffen haben, hab ich gleich mal abgecheckt, wer zu wem gehört, und festgestellt: Pärchen, Pärchen, Pärchen, a ein Mädl alleine, Pärchen, Pärchen, noch mal 2 Frauen, … “Oh mein Gott, das kann ja langweilig werden” - war mein erster Gedanke!
Nach kurzer Begrüßung sind wir dann paar Meter zum Boot gelaufen, und dort die zweite “Enttäuschung” - die “große Luxuskabine mit eigenem Bad” hat sich als 4Quadratmeter-Loch, aber immerhin mit großem Spiegel inkl. Minitischchen herausgestellt. Das Bad haben wir uns mit - wie sollte es auch anders sein - 2 Pärchen - geteilt. Naja, Bad kann man das eigentlich nicht nennen.. weiss nicht, ob jemand von Euch schon mal ein paar Tage auf dem Schiff verbracht hat….aber das “Bad” war ca. einen halben Quadratmeter groß inkl. Toilette und Minimini-Waschbecken. Geduscht wurde “mitten im Bad”, weil das Wasser sowieso gleich irgendwo abgelaufen ist.. Duschen durfte man übrigens 2Minuten am Tag - weil sonst nicht genug Wasser für die nächsten 3 Tage an Bord gewesen wäre…
Öfter und länger wär aber eigentlich eh sinnlos, da man sowieso immer wieder im Meer schnorcheln war, oder am tollen großen Sonnendeck lag, und bei dem Wetter nach kurzer Zeit wieder verschwitzt war.
Das Wochenende bestand aus reinem Relaxen….d.h. lesen, sonnen, sich mit den Leuten unterhalten, essen, (endlich wieder richtiges, leckeres warmes Essen!), und zwischendurch 2-3mal täglich rein in die Wetsuit - die Schwimmanzüge gegen die Quallen und ab ins warme Wasser zum Schnorcheln. Eigentlich wollte ich auch noch mal einen Tauchgang machen, aber das wurde von unserem Boot aus nicht angeboten, und außerdem hat man bei dem klaren Wasser auch beim Schnorcheln schon super Korallen und Fische gesehen. Dort war im Wasser noch mehr los wie im Norden, also in Cairns am Great Barrier Reef.
Das Highlight an dem Wochenende war der Whitehaven Beach! Und ich muss sagen: Es sah wirklich aus wie auf den Postkarten in Airlie Beach! Schneeweißer Sandstrand, flaches, türkisfarbenes Wasser, und im Hintergrund ein Naturschutzgebiet mit interessanten Bäumen und Tieren.
Unsere Reiseleiterin, war super und hat uns allerlei interessante Sachen erzählt.. u.a. was die Aborigines mit den Pflanzen und Tieren machen.. Und so haben wir auch etwas ausprobiert: Es gibt die “Green Ants” - also grüne Ameisen, die einen besonderen, sauren Saft abgeben, wenn man sie berührt bzw. abschleckt. Klingt komisch, aber Kathy unsere Reiseleiterin hat immer wieder eine neue Ameise genommen, und uns kurz über die Zunge getreift.. und wirklich.. Es hat kurz ganz sauer, wie eine Limette geschmeckt. Was genau diesen Geschmack verursacht hat, hab ich nicht wirklich verstanden, aber vielleicht besser so ;-)!
Die Gruppe an sich hat sich nach einiger Zeit ganz nett entwickelt, wobei es schon auch 2 Pärchen gab die eher für sich sein wollten.. naja, aber dann hätten sie sich ein anderes Boot aussuchen sollen! Die beiden Skipper waren dafür umso lustiger und haben mit Ihren Dreadlocks einfach perfekt zum Boot gepasst!
Obwohl meine Erwartungen an die Leute und die Kabine anders waren, war es ein super Ausflug, und ich war auch froh, dass wir die lange Tour - also 2 Nächte und 3 Tage gebucht hatte, da wir so den unglaublichen Sternenhimmel nicht verpasst haben! Wirklich Wahnsinn wie viele Sterne es gibt, und wie das Sternenbild hier aussieht!
Wieder an Festland sind die meisten von uns dann noch - wie das hier so üblich ist nach so Ausflügen - in ein Backpacker-Pub und dann in eine Art Club. War richtig nett, und die Leute sind endlich auch etwas lockerer geworden.
Wie schon bei unserem Erlebnis auf der Fullmoonparty waren Jenny und ich aber leider mit unserem Gepäck unterwegs.. Was wohl ziemlich bescheuert aussah im Club mit fettem Rucksack, aber es ging mal wieder nicht anders, da wir über die Nacht mit dem Bus 10Stunden Richtung Süden - nach Agnes Water gefahren sind!
Der Hauptgrund: Ich hab mitbekommen, dass man dort einen sehr günstigen Surfkurs machen kann! Na und dann musste ich da natürlich hin!
Jenny wollte eigentlich woanders hin, und hat dann aber doch umgebucht…vielleicht weil ich nicht dort hin wollte.. keine Ahnung?! Jedenfalls hat sie keinen Surfkurs gemacht, was wahrscheinlich auch besser für sie war, da ich denke, dass es nix für sie wär! Dazu später..
Ich jedenfalls habe es probiert, und fands total super! Es ist zwar total schwer, macht aber super Spass, und wenn man erstmal damit anfängt und Spass hat, will man unbedingt noch die “nächste Welle probieren”!
Es sieht wirklich viel leichter aus, als es ist, aber mit viel Übung könnte das was werden.. für den Anfang war ich ganz zufrieden mit mir, da ich immerhin 3-4mal auf dem Brett stehen konnte!
Sogar meine erste, kleine Verletzung - eine Schürfwunde am Knie hab ich dafür in Kauf genommen, und kann es kaum erwarten, wieder zu probieren. Spätestens in “Surfers Paradies” oder Byron Bay werde ich mir ein Brett leihen J!
Jetzt geht’s morgen aber erstmal zur Selfdrive-Jeep-Safari nach “Fraser Island” - der größten Sandinsel der Welt!
Und das Beste ist: Ich mach die Tour mit den 2 Mädels, die ich in Sydney kennengelernt habe! Ich hatte Glück, und konnte mich noch spontan zu Ihrer Tour dazubuchen! Es gab gerade noch einen Platz! Jenny ist heute mit einer anderen Gruppe mit - eine “Guided Tour” - d.h. man darf nicht selbst fahren. Aber auch dass passt besser zu Ihr, DENN: Sie ist/war zwar wirklich nett, aber nach doch 2 Wochen zusammen, bin ich froh, wieder “allein” zu sein. Sie ist einfach ein anderer Typ als ich - sehr ruhig, bedacht, brav - ich würde mal sagen langweilig - und das kann ich hier nicht gebrauchen! Da hab ich viel lieber jemanden um mich der vielleicht etwas verrückt ist, und mich aber wenigstens zum Lachen bringt bzw. meine Art von Humor hat! Das ist so wichtig! Man lernt hier so viele Leute kennen, wenn auch nur für einen Smalltalk, einen Abend oder einen Ausflug.. wie auch immer.. Es stimmt auf jeden Fall, dass man meistens schon in den ersten Sekunden oder Minuten merkt, ob man auf der selben Wellenlänge ist! Mir geht es da auf jeden Fall so!

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