Mittwoch, 11. November 2009


Diving Course, Great Barrier Reef, Trips around Cairns and Magnetic Island


Gestern war ja mein 28. Geburtstag, und hiermit erstmal Danke an alle für die Glückwünsche! Habe mich sehr gefreut, und zum ersten Mal seit meiner Abreise etwas Heimweh bekommen, bzw. meine Familie und Freunde vermisst!
Mein Tag gestern war leider nicht so wie erhofft bzw. erwartet,
da hier in Airlie Beach, wo ich seit Montag bin, totales Regenwetter war, mein Hostel nicht soo schön ist wie das vorige, und ich diesmal auch nicht die “richtigen Leute” zum Feiern um mich hatte.
Aber ich hatte die letzten Tage und Wochen schon so viele tolle Erlebnisse, Partys, Bekanntschaften, ja sogar Freundschaften, dass es auf diesen einen Tag nicht drauf ankommt. Und es werden bestimmt noch ganz viele super Tage folgen…
Jetzt aber mal zu meinen vergangenen 1-2Wochen:

Mein Tauchkurs war super! Wir waren nur 3 Schüler - 2 Jungs und ich, der Tauchlehrer, und ein Assistent.. Also die ersten 2 Tage im Pool und beim theoretischen Unterricht hat mir anfangs schon weibliche Unterstützung gefehlt, aber ich hab mich nach kurzer Zeit an die Sprüche der Männer gewöhnt, und ich muss sagen, dass sie auch alle sehr nett, lustig und hilfsbereit waren. Zwar war keiner von denen “mein Typ”, aber in der Situation auch besser so.. Taucherbrille, Schnorchel, Tauchanzug.. da sieht man schon ein bisschen bescheuert aus, aber die anderen sehen ja auch nicht besser aus;-)!
Anfangs ist mir das Atmen über die Sauerstofflasche und der Druckausgleich unter Wasser etwas schwer gefallen bzw. war das “zu viel auf einmal”, aber eigentlich ist es wie beim Autofahren.. Alles eine Übungssache, und wenn man es mal raus hat, dann verlernt man es nicht mehr. Nach einigen Stunden im Pool, Videos, und theoretischem Unterricht, war schon am 2.Tag die theoretische Prüfung. Auf Englisch!!
Wenn unser Lehrer nicht für die meiste Zeit das Klassenzimmer verlassen hätte, und unser Assistent nicht “geschlafen” hätte, weiss ich nicht, ob ich so gut abgeschnitten hätte! Aber so.. dank Teamwork, haben wir alle drei sehr gut bestanden, und somit gings am 3.Tag ganz in der Früh mit anderen Ausflüglern mit einem kleinen Boot raus auf´s Great Barrier Reef auf unser großes Schiff “Kangaroo Explorer”, wo wir auch die nächsten 3 Tage und 2 Nächte verbringen durften.

Bei der Fahrt dorthin gings mir leider nicht so besonders gut.. Weiss nicht, ob das am Schlafmangel (ich “musste” noch am Abend vorher mit paar Leuten ausm Hostel Abschied feiern), oder dem starken Wellengang lag, aber nach der Begrüßung und der Aufregung, dass es gleich losgehen sollte gings mir schon wieder gut!
Wir zogen uns die Tauchanzüge inkl. der Weste mit der Sauerstoffflasche an, haben noch mal kurz alles durchgesprochen, und dann sollte es erstmal langsam an einem Seil runter auf 5 Meter gehen. Unser Assistent Paul war der erste, und ich gleich hinterher.. Aber ich war so aufgeregt, nervös, ängstlich… wie auch immer, dass ich unten wohl zu schnell geatmet habe, und mich verschluckt hab, angefangen hab zu Husten.. Naja, nicht so toll unter Wasser mit dem Mundstück im Mund.. Aber ich hab mich zusammengerissen, wieder tief und regelmäßig durchgeatmet, und dann gings auch wieder! Als alle auf der selben Tiefe waren gings langsam los.. eigentlich auf bis zu 18m, aber ich bin aus versehen zu tief getaucht - auf 19,3, und musste deshalb am nächsten Tag zum Frühstück Vegemite essen!
Aber dazu später! Der erste Tauchgang war echt super spannend, aber gleichzeitig auch etwas beängstigend das Gefühl so tief unter Wasser schwerelos zu sein, und so viele verschiedene Korallen und Tiere zu sehen. Wobei ich sagen muss, dass ich mir die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef noch bunter vorgestellt habe - aber ich glaub Ägypten kann man nicht toppen! Ich weiss schon wo mein nächster Urlaub hingeht ;-)!
In den nächsten 2 Tagen hatten wir ca. 3 Tauchgänge für ca. 30-40min täglich. Dazwischen essen, sonnen, sich mit anderen austauschen.. Es war wirklich total nett. Insgsamt waren ca. 30 Leute auf dem Boot, wobei sich die Anzahl auch immer geändert hat.. Je nachdem ob die Leute nur einen Tagesausflug oder einen 2 bzw.3-Tagestrip gebucht haben.
Auf dem Boot habe ich Jess kennengelernt, die auch mein Buddy (Tauchpartner) war, und auch Vegemite zur Strafen essen musste! Was ist Vegemite? Also es ist ein typisch australischer Brotaufstrich, der wirklich grauenhaft schmeckt! Es ist ein konzentrierter Hefeextrakt, den wohl nur Australier und Neuseeländer vertragen, da sie damit aufgewachsen sind.
Daher war es für Jess auch nicht so schlimm wie für mich einen Esslöffel zu essen, da sie Neuseeländerin ist! Mich hat es gewürgt, und die anderen hatten Ihren Spass! Echt gemein, aber seitdem bin ich nicht mehr zu tief getaucht;-)! Einen Nachttauchgang habe ich am letzten Abend nach langem hin und her überlegen auch mitgemacht, und ich muss sagen es war eine Erfahrung, aber ich muss das nicht unbedingt noch mal machen!
Die nächsten 2 Tage nach unserem Bootstrip habe ich mich etwas wacklig auf den Beinen gefühlt, aber Jess gings da genauso, und so konnten wir uns gegenseitig “stützen” und bemitleiden, denn wir haben die folgenden Tage miteinander verbracht!
Es war so nett von Ihr mir die Gegend um Cairns herum zu erkunden.
Sie wohnt seit 6Monaten in Australien, ist eigentlich Journalistin, aber gerade auf Jobsuche und arbeitet momentan online für das Weinanbaugebiet Ihrer Mutter in Neuseeland. So hatte sie Zeit und ein Auto, um mit mir Ausflüge zu Wasserfällen, an verschiedene Strände, Städtchen, in den Regenwald usw. zu machen. Sie war wo herzlich und hilfsbereit, dass mir der Abschied von Ihr und Ihrem Freund Ben etwas schwer gefallen ist, obwohl ich sie ja erst so kurz kannte! Ihr ging es genauso, aber man sagt ja man trifft sich immer zweimal.. wer weiß?!
Einige Backpacker habe ich schon ein 2. mal getroffen, wie z.B. eine die auf dem Boot gearbeitet hat, und die jetzt zufällig 700km weiter südlich mit mir im selben Hostel ist. Naja, jeder macht mehr oder weniger die selbe Tour…

Bevor ich in Airlie Beach gelandet bin, war ich noch mit Jenny, mit der ich jetzt seit knapp einer Woche reise auf Magnetic Island! Super schön:
- Auto geliehen (da hat sich mein Internationaler Führerschein schon mal ausgezahlt, und trotz Linksverkehr gings auch ganz gut),
- Koalas in freier Natur gesehen
- tolle Strände
- Fullmoonparty am Strand mit endlich mal wieder g´scheiter Musik..

Auf der Fullmoonparty habe ich dann ein Pärchen kennengelernt, die uns gleich mit nach Hause (zu seinen Eltern!) genommen haben, da wir in dieser Nacht “obdachlos” waren, da wir ja sowieso auf der Party waren und erst am nächsten morgen ab elf ins Hostel in Townsville (20min mit der Fähre von der Insel) konnten.
Hier ist das anscheinend nichts ungewöhnliches Fremde zu sich nach Hause oder zum BBQ einzuladen, oder einfach mit Ihnen etwas zu unternehmen. Selbst am nächsten Abend und den Tag drauf haben die beiden und sehr lustige Freunde von Ihnen Zeit mit uns verbracht, und uns die Clubs, die Lagune und “The Strand” von Townsville gezeigt.

Ach es gäbe soo viel zu erzählen…
Ihr habt Glück - heute ist es wieder total verregnet, und so sitze ich im Hostel und schreibe, und schreibe, und schreibe..

Aber morgen solls besser werden! Spätestens am Freitag “muss” es besser werden, denn da werde ich mit Jenny für 3 Tage um die Whitsunday Islands segeln. Hab schon Bilder gesehen, und das muss der Traum sein!
Wir hatten Glück, dass wir hier relativ kurzfristig gebucht haben, denn so haben wir einen super Rabatt bekommen, und wurden sogar “upgegradet”, was bedeutet, das wir eine schöne, große Kabine mit eigenem Bad bekommen! Das ist echt Luxus hier.. Teile mir sonst mein Zimmer mit mindestens vier Leuten, und das Bad.. hmm.. gute Frage..mit wie vielen eigentlich, aber auch daran gewöhnt man sich, wenn es einigermaßen sauber ist. Nur das Leben aus dem Rucksack ist nichts für mich, und daran werde ich mich wohl auch nicht gewöhnen! Ich bin froh, wenn ich irgendwo länger als eine Nacht bin, und ich irgendwo meine Sachen auspacken kann!

2 Kommentare:

  1. Na, da machst du ja was mit ! Wenn du zurück kommst, bist du so abgehärtet und trainiert, da kommst du gleich zur Bundesmarine.

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  2. Julchen, super witziges Update mal wieder...
    Ja, Vegamite muss für Aussies und Kiwis so etwas wie Nutella sein (köstlich!), aber der Rest der Welt muss da nicht verstehen!
    Und das mit dem aus dem Rucksack leben kann ich gut verstehen, nach gut 2 Wochen Rucksacktour durch Asien ;-) Wir Bujalkas packen halt gerne aus und richten uns häuslich ein ;-) (gell, Martin...)

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