Donnerstag, 26. November 2009

Fraser Island und my Hostellife

Die Jeep-Safari-Tour letztes Wochenende war so cool! Eigentlich sogar noch besser als das Segeln um die Whitsunday Islands. Ein Grund dafür waren auch die Leute mit denen ich unterwegs war. Einen Abend bevor es losging, habe ich Simona und Maren beim “Briefing” (Infoabend) getroffen, und anfangs wieder der selbe Gedanke: “Ach.. mal wieder nur Pärchen (3) mit denen wir die Tour machen, aber egal wir werden schon unseren Spass haben”! Nachdem wir über die Risiken beim Fahren im Sand aufgeklärt wurden, und ein paar Horrorgeschichten inkl. Fotos von Unfällen gesehen haben, haben wir vorsichtshalber natürlich eine Versicherung abgeschlossen und sind voller Vorfreude todmüde eingeschlafen. Wir hatten Glück, dass wir nur zu dritt in einem Zimmer waren - so konnten wir bis tief in die Nacht quatschen und unsere Erlebnisse und Geschichten der letzten Wochen austauschen, und uns gegenseitig Tipps für die weitere Reise geben, da ich ja schon gesehen hab, was die beiden noch erwartet, und umgekehrt. Es war echt so schön, wieder jemanden um sich zu haben, den man kennt, denn obwohl man hier eigentlich kaum alleine ist, ist es anstrengend ständig neue Leute kennenzulernen und immer wieder den selben Smalltalk zu führen…. woher man ist, wie man heißt, wohin man reist usw.
Diese Gespräche hab ich mittlerweile auch auf englisch schon gut drauf, da es sich ja immer wieder wiederholt, aber sonst komm ich leider nicht wirklich zum englisch reden. Gerade hier an der Ostküste, und besonders im Norden wo ich herkomme, sind so wahnsinnig viele Deutsche! Nach fast 5 Wochen hier merk ich, dass ich was ändern will und muss. D.h. ich will nicht mehr jeden 2-3Tag umziehen, packen, Smalltalks führen, … .
Ich will mal wieder richtig auspacken, mein “eigenes Zimmer” haben, usw… .
Das Hostel-Backpacker-Leben ist/war zwar auch aufregend, denn man hat fast täglich ein “neues Zuhause”, neue Leute usw. aber es ist einfach auch anstrengend: Gemeinschaftsküchen, Gemeinschaftsbad, leise sein wenn man (so wie ich oft) als Letzte schlafen geht, Bettzeug abziehen, Angst um sein “Hab und Gut” haben wenn es mal wieder keinen Safe gibt, …
Ich habe hier schon die verschiedensten Unterkünfte gehabt, wie z.B. ein 10er-Mädels-Zimmer mit ziemlichem Chaos, ein kleines, tolles familiäres Hostel mit Hängematten und sogar Internet umsonst, ein Partyhostel mit lauter Musik bis spät Abends… es ist immer wieder spannend wo man landet, auch wenn man ich mich vorher oft im Internet erkundige und Kommentare über die Hostels lese, ist es doch oft anders wenn man dort ist. Gut, dass ich meine WG-Erfahrung aus Wien und München habe, somit ist man glaub ich toleranten und “übersieht und hört” manche Dinge.
Und trotzdem, der Plan für die nächsten Wochen: In eine WG oder ähnliches ziehen, und dort ein bisschen bleiben.
Ich kann entweder in Brisbane in eine WG mit 3 anderen ziehen - mit u.a. Katharina, die auch Slowakin ist, und vorher auch in Wien gewohnt hat (Danke Magda für den Kontakt), oder ich zieh in Sydney für ca. einen Monat in eine WG mit Anja (die 3.Deutsche die ich anfangs in Sydney kennengelernt hab) und anderen.
Das wird sich die Tage entscheiden. Vorsichtshalber hab ich aber auch 3Tage in Sydney über Weihnachten ein Hostel gebucht, da ich wohl doch dort feiern werde. Sydney zur Weihnachtszeit soll total schön sein, die Deutschen Mädels und deren Clique ist dort, und Kathi - eine gute Freundin aus Wien kommt! Ach da freu ich mich schon! Das wird bestimmt total cool!
Und dann krieg ich im Februar sogar noch mal Besuch! Meine Mama kommt! Freu mich, dass sie endlich - nach 30 Jahren! - einen Flug nach Australien gebucht hat, um Ihre Freundin, die hierher ausgewandert ist (und mich!) zu besuchen!
Aber bis dahin vergeht ja noch ein bisschen Zeit, und hier plant man meistens nur ein paar Tage im Voraus.
Zurück zur Fraser-Tour: Die Gruppe hat sich am nächsten Morgen noch erweitert (2 Mädels die gerade Ihr Abi gemacht haben), so dass wir 11 Leute waren, und kaum zu glauben: 9Deutsche und 2 Österreicher! Also wieder nix mit Englisch reden, aber die Gruppe war echt super! Wir haben uns gut verstanden, unseren “Fahr und Speiseplan” mehr oder weniger gut eingehalten, und es war insgesamt echt ein Abenteuer!
Schon nach gut 3Kilometern auf der Sandinsel sind wir als erstes Auto stecken geblieben, und haben den Verkehr aufgehalten, aber es war lustig.. noch! Nach einigen Minuten hat uns ein anderer Fahrer geholfen und weiter ging die wackelige Fahrt. Anders war es am nächsten Morgen: wir waren in unserem Zeitplan etwas hinterher und der Sand war schon sehr weich, ausgefahren, und der Strand wurde durch die Flut immer enger, und so sind wir natürlich steckengeblieben! Und das schon mit 2 Reifen im Meer! Panik! Also alle raus aus dem Auto und buddeln, anschieben, buddeln, Fotos machen, .. Und beten, dass wir da noch heil rauskommen bevor unser Auto im Meer versinkt! Hmmm… aber nix! Dann unsere Rettung: es kam ein anderer Jeep vorbei, der uns abschleppen wollte, anfangs dann aber selbst festgesteckt ist, aber uns nach einiger Zeit “gerettet” hat!
Nach weiterhin mühsamer, langsamer Fahrt haben wir dann doch gegen Mittag vor dem Höchststand des Wassers unser Ziel erreicht, und erstmal einige Stunden Pause auf einem Berg mit super Aussicht und später einem Art Pool im Meer verbracht!
Die 2 Abende waren sehr unterschiedlich: am ersten waren wir so müde und es waren keine anderen interessanten Leute auf dem Campingplatz, aber am 2.haben wir im wahrsten Sinne der Worte unsere Zelte aufgeschlagen, wo ziemlich viele Jeeps standen, und so ist man leicht mit anderen ins Gespräch gekommen. Simona und Maren haben “alte Bekannte” - 5 kanadische Jungs aus Byron Bay getroffen und so haben wir uns zu denen gesellt, party gemacht, und unsere Pärchen schlafen lassen.
Am dritten und letzten Tag war das Highlight unserer Tour geplant: der Lake McKenzie!
Weißer Sandstrand, türkisblaues, klares Wasser, Sonnenschein.. einfach super! Und keine gefährlichen Quallen oder Fische wie beim Whitehaven Beach, d.h. man konnte ohne Bedenken ins Wasser! Das war wirklich wie im Paradies!

2 Kommentare:

  1. Am Sandstrand liegen oder spazieren - das eher, aber am Sandstrand JEEP fahren, das wäre nix für mich. Autofahren am Autobahn, oder wenn es langwielig wird, dann auf einer Bergstrasse, wie zum Beispiel die Großglockner Hochalpenstrasse, da kann man auch was erleben. Etliche Autos bleiben da am Straßenrand liegen, mit überhitzen Motoren.
    Wir haben es vor paar Jahren im Stück geschafft, aber auch schon mit eine Kühlwassertemperatur von über 90°C. Also nix für ältere Auto – Jahrgänge oder Trabis.
    Auf weitere Berichte freuen wir uns, aber die Highlights müsstest du schon absolviert haben.

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  2. Julchen, das ist ja so toll und lustig was Du immer zu berichten hast. Ich lese echt supergerne Deine interessanten Blogs, so kann man zumindest gedanklich mitreisen. Dicken Kuss, Deine Evi

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