Mittwoch, 11. August 2010

New Zealand in 2 weeks


Ich dachte Neuseeland wäre kleiner, denn ich muss sagen meine letzten zwei Wochen dort waren doch etwas stressig, da ich viel im Bus saß, dafür aber auch viel gesehen habe.
Das einzige, was ich von Australien aus organisiert hatte war meine Unterkunft. Aber endlich mal kein Hostel, sondern ich habe mich endlich dazu durchgerungen, bei ein paar Couchsurfern nachzufragen, ob ich dort ein, zwei Tage bleiben kann. Ihr kennt Couchsurfing nicht? Kann ich nur jedem empfehlen, der ein Abenteuer und Abwechslung sucht, Tipps von den Einheimischen möchte, und dazu auch noch Geld sparen will.
Man meldet sich einfach bei Couchsurfing.com an, sucht sich die Stadt, Altersstufe, Geschlecht, usw.. von den Leuten bei denen man gerne bleiben möchte, und schon Sekunden später bekommt man ne Liste von Leuten, die sich bereit erklären einem die Couch zur Verfügung zu stellen.
War anfangs etwas skeptisch, aber ich hatte bisher zum Glueck nur positive Erfahrungen!
Das fing schon damit an, dass ich in Christchurch am Flughafen von Tamsin abgeholt wurde, wir uns von Ánfang an super verstanden haben, und ich nicht nur ein Sofa, sondern sogar ein eigenes Zimmer inklusive Bad in einem schönen Haus mit Blick auf Christchurch zur Verfügung gestellt bekommen habe. Abends gings dann mit Tamsin und Ihren Freundinnen in ne Bar, und am nächsten Tag zum Sightseeing ins Zentrum. Christchurch ist ne nette Stadt, hat mich sehr an England erinnert, aber ein Tag war auch genug. Nach einer langen Nacht mit “Party-Tasmin”, war ich froh, dass ich mich den nächsten Tag im Bus ausruhen konnte. Es ging ca. 10Std. nach Queenstown im Süden der Südinsel. Das ist sozusagen das Kitzbühl von Neuseeland. Also ein angesagter Wintersportort inklusive vielen Apreskimöglichkeiten und Läden. Auf Skifahren war ich nach meinem superlangen Sommer nicht so schnell eingestellt, und außerdem hab ich die viel besseren Skigebiete zu Hause, aber wenigstens eine Apreeskiparty hab ich mitgenommen. Queenstown war sehr kalt, aber abgesehen davon ein cooler Skiort in mitten von Bergen und nahe eines Sees, und hat mich sehr an Österreich erinnert. An meinem ersten Tag hab ich mir einen Buspass gekauft, mit dem ich von Christchurch nach Auckland mit vielen Zwischenstops und 2 Ausflügen kommen konnte.
War echt zufrieden, da der Busfahrer sogar meist auch viel über die Landschaft usw. erzählt hat, und sogar die Fährenüberfahrt von der Südinsel auf die Nordinsel im Preis inbegriffen.
Der 1.Ausflug war eine Bootstour auf einem Fluss, der ins Meer mündet (Milford Sound-Boat Cruise), und der 2. war eine Führung (auch inkl. kleiner Bootstour durch eine Höhle in der 1000de von Glühwürmchen zu sehen waren. Echt interessant!
Eine andere Sache, die ich noch nie gemacht habe, war eine Wanderung auf einem Gletscher! Hab erst etwas gezögert, ob ich mir das antun soll, da ich doch so verfroren bin, aber dann dachte ich mir wenn ich schon mal die Gelegenheit dazu habe…! Und die hatte ich von dem Örten “Franz Josef” aus. Außerdem haben wir Jacken, Überziehhosen, ne Mütze und Handschuhe bekommen! Ach und nicht zu vergessen: ein Eisengestell mit Spikes für die Schuhe, damit man nicht ausrutscht! Sind so ausgerüstet ca. 2-3Stunden durch Eisschluchten und Höhlen gewandert, was ziemlich cool war. Und ich war soo froh, das es an dem Tag nicht angefangen hat zu regnen und ich somit auch (fast) nicht gefroren habe.
Nach fast einer Woche auf der Südinsel mit 4 Zwischenstops bin ich nach einer 3-stündigen Fährenfahrt in Wellington, der Hauptstadt angekommen. Und dort war ich nach Monaten mal wieder shopen: hab 2 super Schnäppchen gemacht, und mir ne neue Sonnenbrille und Sneakers gekauft J!
Nach weiteren 2 Tagen und einem weiteren Zwischenstop (in Napier, einem kleinen, süßen Ort am Meer)) bin ich bei meinem 2.Couchsurfinghost Jacko angekommen. Ein ca. 59-jähriger Maori,
der leider immer noch (nach 4 Scheidungen) seine große Liebe sucht…(über Couchsurfing)!?
Ich hab Ihm aber ganz schnell klar gemacht, dass ich nicht interessiert bin - auch wenn ich uns Palatschinken gemacht habe (sozusagen meine Gegenleistung, dass ich bei Ihm schlafen konnte). Hatten einen netten Abend, mit Gesprächen über seine und meine Reisen, die Maorikultur, die Sprache usw. War letztendlich doch echt interessant, auch wenn ich mich bei diesem Couchhost, nicht 100% wohl gefühlt habe. Aber ist ja noch mal alles gut gegangen, und er hat sich eigentlich doch sehr bemüht mir eine angenehme Zeit zu machen: hat mich abgeholt, zum Bus gefahren, viel Tee gekocht…
Dafür war aber meine letzte Gastgeberin - Sara aus Auckland super! Sie ist selbst grad erst nach einem Jahr reisen zurück gekommen, und wohnt momentan bei Ihrem Vater im Haus, der selbst grad paar Wochen unterwegs ist. Gemütliches Haus, nette Gastgeberin (wenn auch selten daheim) zentral gelegenes supergemütliches Häuschen, freies Internet, und sogar bekocht hat sie mich und mich zum Flughafen gefahren! Wie nett ist das? Denke sie weiss einfach wie es ist wenn man lange reist.. . Wenn ich zurück in Wien bin möchte ich auf jeden Fall auch mal jemandem die Gelegenheit geben bei mir zu übernachten, und somit etwa zurückgeben.
Ich bin mittlerweile in Fidschi angekommen, und surfe wieder - noch nicht im Meer, aber auf der Couch bzw. Matratze einer jungen Fijifamily in einem typischen, sehr einfachen Wellblechhaus in Nadi.
Wir würden sagen sie leben in Armut, Dreck, und ohne jeglichen Luxus (doch.. es gibt Internet!), aber sie sind zufrieden mit dem was sie haben, und dabei so glücklich!
Bald geht’s für die nächsten 2 Wochen auf 5 verschiedene Inselchen hier, wo ich mich nach der Kälte und dem “Reisestress” in Neuseeland und vor Californien erholen möchte! Sonnen, tauchen, schwimmen, lesen, schnorcheln, relaxen…
Ich hoffe wenigstens einiges davon könnt Ihr während Eures Sommerurlaubs auch machen! Viel Spass dabei!

1 Kommentar:

  1. Liebe Juli, ach, was Du schon wieder für aufregende Sachen erlebt hast... Schön, dass Du uns auf dem laufenden hälst, so können wir wenigstens über Deinen Blog "mitreisen". Hier hatte der Sommer nur ein kurzes, heißes Gastspiel im Juli, ansonsten ist es sehr durchwachsen. Zum Glück konnten wir ein Paar Tage an die Amalfiküste und nach Capri entkommen, da konnte ich Deine Beachtage besser nachvolllziehen... Bussi!!!

    AntwortenLöschen