Freitag, 2. April 2010

Travelling in Western Australia with Eva and Martin



Mittlerweile bin ich in Broome angekommen, aber die Reise dorthin war ein langer Weg! Aber ich will mich nicht beschweren, denn im Vergleich zu anderen “Langzeitreisenden” hatte ich einen schönen, luxuriösen Mietwagen mit Klimaanlage! Der Grund: Ja, meine Schwester Eva und Martin (Ihr Mann) waren mit mir 2 Wochen auf Reisen, oder besser gesagt ich mit Ihnen. Wir haben uns am 13./14. März in Perth getroffen, wo ich auf die beiden in der Nacht in deren gebuchten und bezahlten 2-Zimmer-Appartment gewartet habe! Danke Evi und Martin hiermit für die Einladung!!
Nach wir bei unserem ersten entspannten, späten Frühstück erste Pläne für die gemeinsame Reise geschmiedet haben, sind wir am Nachmittag auf Perth-Sightseeing-Tour gegangen. Allerdings mussten wir schon bald feststellen, dass, obwohl Perth eine Großstadt ist, hier einiges anders abläuft bzw. früher schließt, als wir es aus Europa gewohnt sind. Was ich meine sind die Öffnungzeiten! Einschließlich die der Restaurants und Bar! Nachmittags hat uns noch nicht der Hunger geplagt, wir haben uns den tollen Kingspark angeschaut, die neue und “alte” Architektur der Stadt bewundert, und uns auf ein schönes Restaurant, mit anschließendem Barhopping gefreut. Ok, es war Sonntag, aber das die Stadt wie ausgestorben war, hat uns schon geschockt. Überhaupt ein schönes, geöffnetes Restaurant zu finden, war die eine Sache, aber das wir um neun Uhr nichts mehr zu essen bekommen, war schon unglaublich! Weil wohl so wenig los war, haben sie in dem Lokal in dem wir immerhin noch einen Drink bekommen haben, beschlossen, früher Schluss zu machen! Das ist ne vielleicht ne Arbeitsmoral! Zum Glück haben wir noch in einem 24-Stunden Pub einen Burger bekommen, und waren wenigstens früh zu Hause, nachdem wir danach keine Bar gefunden haben, die offen hatte!
Wenigstens waren wir fit für den nächsten Tag, wo wir nach Fremantle gefahren sind. Leider hat es Eva und Martin nicht so gut gefallen, wie mir die Tage vorher, aber ich muss auch sagen, dass wir am Cappuccino Strip (der Cafestraße) einige komische Leute rumlaufen gesehen haben, die Bedienung sich dort ewig Zeit gelassen hat, und die Zeit am Strand leider auch nicht so schön war, wie “zu meinen Zeiten”, da es wahnsinnig windig war, und wir nach kürzester Zeit überall Sand hatten. Also ab nach Perth, und ein neuer Versuch ein nettes Restaurant zu finden. Diesmal hatten wir Glück: wir haben in einem anderen Stadtviertel gesucht, und waren früher dran (wir lernen ja dazu)! Aber auch hier wurde gegen halb zehn abkassiert, und eine Bar gabs danach auch nicht mehr! Kaum zu Glauben!
Am Dienstag, dem nächsten Tag haben wir unseren Mietwagen abgeholt - leider mit kleinen Anfangsschwierigkeiten - denn trotz Buchung, war anscheinend kein Auto für uns bereit gestellt! Was für eine Organisation - das sind wir natürlich nicht gewohnt! Aber zum Glück hatten wir Evi dabei, die erstmal gut Druck gemacht hat, dass ein Wagen her muss, und zwar schnell! Und - siehe da - nach einer guten halben Stunde hatten wir ein Auto (und sogar ein besseres als bestellt), und somit gings los!
Erstmal ab in den Südwesten Australiens. In die Gegend um Margareth River, wo es einige der besten Strände Australiens gibt!
Natürlich auch zum Surfen. Wir haben 2 Nächte in Prevelly verbracht, wo zufällig gerade eine Wordl - Surf - Competition stattfand. War wirklich interessant die Profis bei den rießen Wellen zu beobachten! Evi und Martin haben sich davon nicht abschrecken lassen, und somit gings für die beiden am nächsten Tag an einen wunderschönen einsamen Strand mit einer kleinen Gruppe zum Surfkurs! Parallel habe ich mir in der Zeit nach einigen Wochen auch wieder ein Brett geliehen, und gegen die Wellen “gekämpft”, aber Spass war natürlich auch dabei! Und Evi und Martin konnten verstehen, warum ich nach Monaten hier noch kein Profi bin! Es ist einfach schwerer als es aussieht. Genug vom Surfen geschrieben!
Jetzt gibt’s was Neues: Thema Winetasting! Im Südwesten Australiens gibt es sehr viele tolle Weingüter, und nachdem ich mit Evi und Martin unterwegs war, haben wir uns einige davon auch näher angeschaut.
Nachdem mir das nicht so wichtig war, habe ich mich auch als “Skipper” zur Verfügung gestellt, und durfte somit mit unserem PS -starken Wagen weiterfahren, was mir persönlich mehr Spaß gemacht hat, als Wein zu probieren.
Die nächsten Tage sind wir die Gegend im Südwesten abgefahren, teils durch Nationalparks mit u.a. uralten Steinformationen (die Pinacles) , haben uns einige Leuchttürme angeschaut, eine faszinierende Höhle (Jewel Cave in Augusta), und in Bunbury haben wir das Dolphin Centre besichtigt, und einen 1,5stündigen Ausflug mit dem Boot zur Delphinbeobachtung gemacht! Das war wirklich ein tolles Erlebnis! Noch nie zuvor habe ich so viele wild freilebende Delphine gesehen!
Ein weiteres, interessantes Erlebnis war die Delphinfütterung in Monkey Mia (schon nördlich von Perth), wo wir einige hundert Kilometer später ankamen.
Das war wirklich wie im Paradies - die verschiedenen Blautöne des Meeres, der weiße Strand, und dann aber der kurze Schock: eine Flosse!! Ein Hai? Ach nein, muss ein Delphin sein, der da nur 5-10Meter vom Ufer gemütlich entlang schwimmt! Das war anfangs wirklich total aufregend sie zu beobachten, aber nach 2 Tagen dort, hat mich sich schon daran gewohnt, obwohl es doch etwas beängstigend war, als sie nur 1-2 Meter an mir vorbei geschwommen sind. Monkey Mia war für Evi und Martin die Endstation Richtung Norden, da die beiden leider innerhalb von 2 Tagen wieder nach Perth zurück fahren mussten. Bis ans Ningaloo Reef (z.B. dem Städtchen Coral Bay) haben wir es zu dritt nicht geschafft, aber ich kann die beiden beruhigen: wenn man schon am Great Barrier Reef und Ägypten war, und nicht taucht, “muss” man dort nicht unbedingt hin. Nicht wenn es in Stress ausartet. Man kann einfach nicht immer alles machen. Ich habe dort zwar wieder 2 Tauchgänge gemacht, aber die Bootstour inklusive Schnorcheln mit Whalesharks ausgelassen. Aus dem einfachen Grund dass es sehr teuer war (für ca. 6Stunden unterwegs 300Euro). Wär bestimmt auch unglaublich gewesen mit bis zu 18meter langen Fischen zu schwimmen, aber die wird’s in einigen Jahren auch noch geben, und ich sollte jetzt erstmal Geld verdienen, da Australien einfach wahnsinnig teuer ist, und ich ja noch einige Monate vor mir habe. Wirklich sparen geht hier nicht. Selbst mit der billigsten Unterkunft (also den Hostels), und Einkäufen in großen Supermärkten gibt man sehr schnell sehr viel Geld aus. Alles kostet mindestens 1/3 mehr als bei uns!
Nach 20Stunden Busfahrt bin ich gestern in Broome angekommen, wo wir mir vorstellen kann, länger zu bleiben. Endlich wieder ein Städtchen (immerhin fast 14.000 Einwohner) mit Cafes, Boutiquen, Restaurants, und noch dazu dem tollen 22km langen Cable Beach, zu dem ich morgen gehen werde. Heute war ich zur Abwechslung mal nicht beim Sonnenuntergang, wofür Broome eigentlich auch bekannt ist, sondern beim Mondaufgang! Klingt witzig, aber der Mond ist gegen halb sieben aus dem Meer aufgegangen, und somit durch die Spiegelung im Wasser sah es nach einigen Minuten so aus, also Treppen vom Meer direkt zum Mond führen - daher auch der Name: Staircase to the Moon!

2 Kommentare:

  1. Mann, Julia, komm nach Mexiko hier! Alles superbillig,
    nur bei den Sprachkursen fuer die Ami-Touristen und in der Mall langen sie ordentlich hin.
    Saucool, dass dich deine Schwester besucht hat :)
    Frohe Ostern!!

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  2. Liebes Julchen oder auch Jules ;-)..., oh wir vermissen jetzt schon die Wärme, unsere tollen Sonnenuntergänge mit Bierchen am Strand, unsere entspannten BBQs und noch so vieles mehr!!! War ein toller Trip mit Dir. Ganz dickes Bussi, Deine Evi

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