Die Jeep-Safari-Tour letztes Wochenende war so cool! Eigentlich sogar noch besser als das Segeln um die Whitsunday Islands. Ein Grund dafür waren auch die Leute mit denen ich unterwegs war. Einen Abend bevor es losging, habe ich Simona und Maren beim “Briefing” (Infoabend) getroffen, und anfangs wieder der selbe Gedanke: “Ach.. mal wieder nur Pärchen (3) mit denen wir die Tour machen, aber egal wir werden schon unseren Spass haben”! Nachdem wir über die Risiken beim Fahren im Sand aufgeklärt wurden, und ein paar Horrorgeschichten inkl. Fotos von Unfällen gesehen haben, haben wir vorsichtshalber natürlich eine Versicherung abgeschlossen und sind voller Vorfreude todmüde eingeschlafen. Wir hatten Glück, dass wir nur zu dritt in einem Zimmer waren - so konnten wir bis tief in die Nacht quatschen und unsere Erlebnisse und Geschichten der letzten Wochen austauschen, und uns gegenseitig Tipps für die weitere Reise geben, da ich ja schon gesehen hab, was die beiden noch erwartet, und umgekehrt. Es war echt so schön, wieder jemanden um sich zu haben, den man kennt, denn obwohl man hier eigentlich kaum alleine ist, ist es anstrengend ständig neue Leute kennenzulernen und immer wieder den selben Smalltalk zu führen…. woher man ist, wie man heißt, wohin man reist usw.
Diese Gespräche hab ich mittlerweile auch auf englisch schon gut drauf, da es sich ja immer wieder wiederholt, aber sonst komm ich leider nicht wirklich zum englisch reden. Gerade hier an der Ostküste, und besonders im Norden wo ich herkomme, sind so wahnsinnig viele Deutsche! Nach fast 5 Wochen hier merk ich, dass ich was ändern will und muss. D.h. ich will nicht mehr jeden 2-3Tag umziehen, packen, Smalltalks führen, … .
Ich will mal wieder richtig auspacken, mein “eigenes Zimmer” haben, usw… .
Das Hostel-Backpacker-Leben ist/war zwar auch aufregend, denn man hat fast täglich ein “neues Zuhause”, neue Leute usw. aber es ist einfach auch anstrengend: Gemeinschaftsküchen, Gemeinschaftsbad, leise sein wenn man (so wie ich oft) als Letzte schlafen geht, Bettzeug abziehen, Angst um sein “Hab und Gut” haben wenn es mal wieder keinen Safe gibt, …
Ich habe hier schon die verschiedensten Unterkünfte gehabt, wie z.B. ein 10er-Mädels-Zimmer mit ziemlichem Chaos, ein kleines, tolles familiäres Hostel mit Hängematten und sogar Internet umsonst, ein Partyhostel mit lauter Musik bis spät Abends… es ist immer wieder spannend wo man landet, auch wenn man ich mich vorher oft im Internet erkundige und Kommentare über die Hostels lese, ist es doch oft anders wenn man dort ist. Gut, dass ich meine WG-Erfahrung aus Wien und München habe, somit ist man glaub ich toleranten und “übersieht und hört” manche Dinge.
Und trotzdem, der Plan für die nächsten Wochen: In eine WG oder ähnliches ziehen, und dort ein bisschen bleiben.
Ich kann entweder in Brisbane in eine WG mit 3 anderen ziehen - mit u.a. Katharina, die auch Slowakin ist, und vorher auch in Wien gewohnt hat (Danke Magda für den Kontakt), oder ich zieh in Sydney für ca. einen Monat in eine WG mit Anja (die 3.Deutsche die ich anfangs in Sydney kennengelernt hab) und anderen.
Das wird sich die Tage entscheiden. Vorsichtshalber hab ich aber auch 3Tage in Sydney über Weihnachten ein Hostel gebucht, da ich wohl doch dort feiern werde. Sydney zur Weihnachtszeit soll total schön sein, die Deutschen Mädels und deren Clique ist dort, und Kathi - eine gute Freundin aus Wien kommt! Ach da freu ich mich schon! Das wird bestimmt total cool!
Und dann krieg ich im Februar sogar noch mal Besuch! Meine Mama kommt! Freu mich, dass sie endlich - nach 30 Jahren! - einen Flug nach Australien gebucht hat, um Ihre Freundin, die hierher ausgewandert ist (und mich!) zu besuchen!
Aber bis dahin vergeht ja noch ein bisschen Zeit, und hier plant man meistens nur ein paar Tage im Voraus.
Zurück zur Fraser-Tour: Die Gruppe hat sich am nächsten Morgen noch erweitert (2 Mädels die gerade Ihr Abi gemacht haben), so dass wir 11 Leute waren, und kaum zu glauben: 9Deutsche und 2 Österreicher! Also wieder nix mit Englisch reden, aber die Gruppe war echt super! Wir haben uns gut verstanden, unseren “Fahr und Speiseplan” mehr oder weniger gut eingehalten, und es war insgesamt echt ein Abenteuer!
Schon nach gut 3Kilometern auf der Sandinsel sind wir als erstes Auto stecken geblieben, und haben den Verkehr aufgehalten, aber es war lustig.. noch! Nach einigen Minuten hat uns ein anderer Fahrer geholfen und weiter ging die wackelige Fahrt. Anders war es am nächsten Morgen: wir waren in unserem Zeitplan etwas hinterher und der Sand war schon sehr weich, ausgefahren, und der Strand wurde durch die Flut immer enger, und so sind wir natürlich steckengeblieben! Und das schon mit 2 Reifen im Meer! Panik! Also alle raus aus dem Auto und buddeln, anschieben, buddeln, Fotos machen, .. Und beten, dass wir da noch heil rauskommen bevor unser Auto im Meer versinkt! Hmmm… aber nix! Dann unsere Rettung: es kam ein anderer Jeep vorbei, der uns abschleppen wollte, anfangs dann aber selbst festgesteckt ist, aber uns nach einiger Zeit “gerettet” hat!
Nach weiterhin mühsamer, langsamer Fahrt haben wir dann doch gegen Mittag vor dem Höchststand des Wassers unser Ziel erreicht, und erstmal einige Stunden Pause auf einem Berg mit super Aussicht und später einem Art Pool im Meer verbracht!
Die 2 Abende waren sehr unterschiedlich: am ersten waren wir so müde und es waren keine anderen interessanten Leute auf dem Campingplatz, aber am 2.haben wir im wahrsten Sinne der Worte unsere Zelte aufgeschlagen, wo ziemlich viele Jeeps standen, und so ist man leicht mit anderen ins Gespräch gekommen. Simona und Maren haben “alte Bekannte” - 5 kanadische Jungs aus Byron Bay getroffen und so haben wir uns zu denen gesellt, party gemacht, und unsere Pärchen schlafen lassen.
Am dritten und letzten Tag war das Highlight unserer Tour geplant: der Lake McKenzie!
Weißer Sandstrand, türkisblaues, klares Wasser, Sonnenschein.. einfach super! Und keine gefährlichen Quallen oder Fische wie beim Whitehaven Beach, d.h. man konnte ohne Bedenken ins Wasser! Das war wirklich wie im Paradies!
Donnerstag, 26. November 2009
Freitag, 20. November 2009
Sailing on the Whitsunday Islands and my first Surflesson
Manchmal lohnt es sich zu warten.. z.B. wenn es um eine Segel - Tour bei schönem Wetter geht. Nachdem ich mit Jenny letzte Woche gemütlich bei Regenwetter in Airlie Beach verbracht haben, war das Wochenende aufm Segelschiff super Wetter, und auch sonst, nach kurzer Verwunderung bzw. Überraschung war es ein tolles Erlebnis!
Als uns das Boot angeboten wurde hatte ich schon leichte Bedenken, ob wir nicht mit einem typischen Pärchen/Romantik-Schiff unterwegs sein werden, denn es war preislich etwas teurer als die typischen Partyboote, und es sollten auch nicht so viel Leute drauf sein, wie bei manch anderen.
Der Typ im Reisebüro hat zwar auch noch zum Spass bei der Buchung an Bord paar “goodlooking guys” für uns bestellt, aber als wir uns am Freitag morgen am Hafen mit unserer Gruppe getroffen haben, hab ich gleich mal abgecheckt, wer zu wem gehört, und festgestellt: Pärchen, Pärchen, Pärchen, a ein Mädl alleine, Pärchen, Pärchen, noch mal 2 Frauen, … “Oh mein Gott, das kann ja langweilig werden” - war mein erster Gedanke!
Nach kurzer Begrüßung sind wir dann paar Meter zum Boot gelaufen, und dort die zweite “Enttäuschung” - die “große Luxuskabine mit eigenem Bad” hat sich als 4Quadratmeter-Loch, aber immerhin mit großem Spiegel inkl. Minitischchen herausgestellt. Das Bad haben wir uns mit - wie sollte es auch anders sein - 2 Pärchen - geteilt. Naja, Bad kann man das eigentlich nicht nennen.. weiss nicht, ob jemand von Euch schon mal ein paar Tage auf dem Schiff verbracht hat….aber das “Bad” war ca. einen halben Quadratmeter groß inkl. Toilette und Minimini-Waschbecken. Geduscht wurde “mitten im Bad”, weil das Wasser sowieso gleich irgendwo abgelaufen ist.. Duschen durfte man übrigens 2Minuten am Tag - weil sonst nicht genug Wasser für die nächsten 3 Tage an Bord gewesen wäre…
Öfter und länger wär aber eigentlich eh sinnlos, da man sowieso immer wieder im Meer schnorcheln war, oder am tollen großen Sonnendeck lag, und bei dem Wetter nach kurzer Zeit wieder verschwitzt war.
Das Wochenende bestand aus reinem Relaxen….d.h. lesen, sonnen, sich mit den Leuten unterhalten, essen, (endlich wieder richtiges, leckeres warmes Essen!), und zwischendurch 2-3mal täglich rein in die Wetsuit - die Schwimmanzüge gegen die Quallen und ab ins warme Wasser zum Schnorcheln. Eigentlich wollte ich auch noch mal einen Tauchgang machen, aber das wurde von unserem Boot aus nicht angeboten, und außerdem hat man bei dem klaren Wasser auch beim Schnorcheln schon super Korallen und Fische gesehen. Dort war im Wasser noch mehr los wie im Norden, also in Cairns am Great Barrier Reef.
Das Highlight an dem Wochenende war der Whitehaven Beach! Und ich muss sagen: Es sah wirklich aus wie auf den Postkarten in Airlie Beach! Schneeweißer Sandstrand, flaches, türkisfarbenes Wasser, und im Hintergrund ein Naturschutzgebiet mit interessanten Bäumen und Tieren.
Unsere Reiseleiterin, war super und hat uns allerlei interessante Sachen erzählt.. u.a. was die Aborigines mit den Pflanzen und Tieren machen.. Und so haben wir auch etwas ausprobiert: Es gibt die “Green Ants” - also grüne Ameisen, die einen besonderen, sauren Saft abgeben, wenn man sie berührt bzw. abschleckt. Klingt komisch, aber Kathy unsere Reiseleiterin hat immer wieder eine neue Ameise genommen, und uns kurz über die Zunge getreift.. und wirklich.. Es hat kurz ganz sauer, wie eine Limette geschmeckt. Was genau diesen Geschmack verursacht hat, hab ich nicht wirklich verstanden, aber vielleicht besser so ;-)!
Die Gruppe an sich hat sich nach einiger Zeit ganz nett entwickelt, wobei es schon auch 2 Pärchen gab die eher für sich sein wollten.. naja, aber dann hätten sie sich ein anderes Boot aussuchen sollen! Die beiden Skipper waren dafür umso lustiger und haben mit Ihren Dreadlocks einfach perfekt zum Boot gepasst!
Obwohl meine Erwartungen an die Leute und die Kabine anders waren, war es ein super Ausflug, und ich war auch froh, dass wir die lange Tour - also 2 Nächte und 3 Tage gebucht hatte, da wir so den unglaublichen Sternenhimmel nicht verpasst haben! Wirklich Wahnsinn wie viele Sterne es gibt, und wie das Sternenbild hier aussieht!
Wieder an Festland sind die meisten von uns dann noch - wie das hier so üblich ist nach so Ausflügen - in ein Backpacker-Pub und dann in eine Art Club. War richtig nett, und die Leute sind endlich auch etwas lockerer geworden.
Wie schon bei unserem Erlebnis auf der Fullmoonparty waren Jenny und ich aber leider mit unserem Gepäck unterwegs.. Was wohl ziemlich bescheuert aussah im Club mit fettem Rucksack, aber es ging mal wieder nicht anders, da wir über die Nacht mit dem Bus 10Stunden Richtung Süden - nach Agnes Water gefahren sind!
Der Hauptgrund: Ich hab mitbekommen, dass man dort einen sehr günstigen Surfkurs machen kann! Na und dann musste ich da natürlich hin!
Jenny wollte eigentlich woanders hin, und hat dann aber doch umgebucht…vielleicht weil ich nicht dort hin wollte.. keine Ahnung?! Jedenfalls hat sie keinen Surfkurs gemacht, was wahrscheinlich auch besser für sie war, da ich denke, dass es nix für sie wär! Dazu später..
Ich jedenfalls habe es probiert, und fands total super! Es ist zwar total schwer, macht aber super Spass, und wenn man erstmal damit anfängt und Spass hat, will man unbedingt noch die “nächste Welle probieren”!
Es sieht wirklich viel leichter aus, als es ist, aber mit viel Übung könnte das was werden.. für den Anfang war ich ganz zufrieden mit mir, da ich immerhin 3-4mal auf dem Brett stehen konnte!
Sogar meine erste, kleine Verletzung - eine Schürfwunde am Knie hab ich dafür in Kauf genommen, und kann es kaum erwarten, wieder zu probieren. Spätestens in “Surfers Paradies” oder Byron Bay werde ich mir ein Brett leihen J!
Jetzt geht’s morgen aber erstmal zur Selfdrive-Jeep-Safari nach “Fraser Island” - der größten Sandinsel der Welt!
Und das Beste ist: Ich mach die Tour mit den 2 Mädels, die ich in Sydney kennengelernt habe! Ich hatte Glück, und konnte mich noch spontan zu Ihrer Tour dazubuchen! Es gab gerade noch einen Platz! Jenny ist heute mit einer anderen Gruppe mit - eine “Guided Tour” - d.h. man darf nicht selbst fahren. Aber auch dass passt besser zu Ihr, DENN: Sie ist/war zwar wirklich nett, aber nach doch 2 Wochen zusammen, bin ich froh, wieder “allein” zu sein. Sie ist einfach ein anderer Typ als ich - sehr ruhig, bedacht, brav - ich würde mal sagen langweilig - und das kann ich hier nicht gebrauchen! Da hab ich viel lieber jemanden um mich der vielleicht etwas verrückt ist, und mich aber wenigstens zum Lachen bringt bzw. meine Art von Humor hat! Das ist so wichtig! Man lernt hier so viele Leute kennen, wenn auch nur für einen Smalltalk, einen Abend oder einen Ausflug.. wie auch immer.. Es stimmt auf jeden Fall, dass man meistens schon in den ersten Sekunden oder Minuten merkt, ob man auf der selben Wellenlänge ist! Mir geht es da auf jeden Fall so!
Als uns das Boot angeboten wurde hatte ich schon leichte Bedenken, ob wir nicht mit einem typischen Pärchen/Romantik-Schiff unterwegs sein werden, denn es war preislich etwas teurer als die typischen Partyboote, und es sollten auch nicht so viel Leute drauf sein, wie bei manch anderen.
Der Typ im Reisebüro hat zwar auch noch zum Spass bei der Buchung an Bord paar “goodlooking guys” für uns bestellt, aber als wir uns am Freitag morgen am Hafen mit unserer Gruppe getroffen haben, hab ich gleich mal abgecheckt, wer zu wem gehört, und festgestellt: Pärchen, Pärchen, Pärchen, a ein Mädl alleine, Pärchen, Pärchen, noch mal 2 Frauen, … “Oh mein Gott, das kann ja langweilig werden” - war mein erster Gedanke!
Nach kurzer Begrüßung sind wir dann paar Meter zum Boot gelaufen, und dort die zweite “Enttäuschung” - die “große Luxuskabine mit eigenem Bad” hat sich als 4Quadratmeter-Loch, aber immerhin mit großem Spiegel inkl. Minitischchen herausgestellt. Das Bad haben wir uns mit - wie sollte es auch anders sein - 2 Pärchen - geteilt. Naja, Bad kann man das eigentlich nicht nennen.. weiss nicht, ob jemand von Euch schon mal ein paar Tage auf dem Schiff verbracht hat….aber das “Bad” war ca. einen halben Quadratmeter groß inkl. Toilette und Minimini-Waschbecken. Geduscht wurde “mitten im Bad”, weil das Wasser sowieso gleich irgendwo abgelaufen ist.. Duschen durfte man übrigens 2Minuten am Tag - weil sonst nicht genug Wasser für die nächsten 3 Tage an Bord gewesen wäre…
Öfter und länger wär aber eigentlich eh sinnlos, da man sowieso immer wieder im Meer schnorcheln war, oder am tollen großen Sonnendeck lag, und bei dem Wetter nach kurzer Zeit wieder verschwitzt war.
Das Wochenende bestand aus reinem Relaxen….d.h. lesen, sonnen, sich mit den Leuten unterhalten, essen, (endlich wieder richtiges, leckeres warmes Essen!), und zwischendurch 2-3mal täglich rein in die Wetsuit - die Schwimmanzüge gegen die Quallen und ab ins warme Wasser zum Schnorcheln. Eigentlich wollte ich auch noch mal einen Tauchgang machen, aber das wurde von unserem Boot aus nicht angeboten, und außerdem hat man bei dem klaren Wasser auch beim Schnorcheln schon super Korallen und Fische gesehen. Dort war im Wasser noch mehr los wie im Norden, also in Cairns am Great Barrier Reef.
Das Highlight an dem Wochenende war der Whitehaven Beach! Und ich muss sagen: Es sah wirklich aus wie auf den Postkarten in Airlie Beach! Schneeweißer Sandstrand, flaches, türkisfarbenes Wasser, und im Hintergrund ein Naturschutzgebiet mit interessanten Bäumen und Tieren.
Unsere Reiseleiterin, war super und hat uns allerlei interessante Sachen erzählt.. u.a. was die Aborigines mit den Pflanzen und Tieren machen.. Und so haben wir auch etwas ausprobiert: Es gibt die “Green Ants” - also grüne Ameisen, die einen besonderen, sauren Saft abgeben, wenn man sie berührt bzw. abschleckt. Klingt komisch, aber Kathy unsere Reiseleiterin hat immer wieder eine neue Ameise genommen, und uns kurz über die Zunge getreift.. und wirklich.. Es hat kurz ganz sauer, wie eine Limette geschmeckt. Was genau diesen Geschmack verursacht hat, hab ich nicht wirklich verstanden, aber vielleicht besser so ;-)!
Die Gruppe an sich hat sich nach einiger Zeit ganz nett entwickelt, wobei es schon auch 2 Pärchen gab die eher für sich sein wollten.. naja, aber dann hätten sie sich ein anderes Boot aussuchen sollen! Die beiden Skipper waren dafür umso lustiger und haben mit Ihren Dreadlocks einfach perfekt zum Boot gepasst!
Obwohl meine Erwartungen an die Leute und die Kabine anders waren, war es ein super Ausflug, und ich war auch froh, dass wir die lange Tour - also 2 Nächte und 3 Tage gebucht hatte, da wir so den unglaublichen Sternenhimmel nicht verpasst haben! Wirklich Wahnsinn wie viele Sterne es gibt, und wie das Sternenbild hier aussieht!
Wieder an Festland sind die meisten von uns dann noch - wie das hier so üblich ist nach so Ausflügen - in ein Backpacker-Pub und dann in eine Art Club. War richtig nett, und die Leute sind endlich auch etwas lockerer geworden.
Wie schon bei unserem Erlebnis auf der Fullmoonparty waren Jenny und ich aber leider mit unserem Gepäck unterwegs.. Was wohl ziemlich bescheuert aussah im Club mit fettem Rucksack, aber es ging mal wieder nicht anders, da wir über die Nacht mit dem Bus 10Stunden Richtung Süden - nach Agnes Water gefahren sind!
Der Hauptgrund: Ich hab mitbekommen, dass man dort einen sehr günstigen Surfkurs machen kann! Na und dann musste ich da natürlich hin!
Jenny wollte eigentlich woanders hin, und hat dann aber doch umgebucht…vielleicht weil ich nicht dort hin wollte.. keine Ahnung?! Jedenfalls hat sie keinen Surfkurs gemacht, was wahrscheinlich auch besser für sie war, da ich denke, dass es nix für sie wär! Dazu später..
Ich jedenfalls habe es probiert, und fands total super! Es ist zwar total schwer, macht aber super Spass, und wenn man erstmal damit anfängt und Spass hat, will man unbedingt noch die “nächste Welle probieren”!
Es sieht wirklich viel leichter aus, als es ist, aber mit viel Übung könnte das was werden.. für den Anfang war ich ganz zufrieden mit mir, da ich immerhin 3-4mal auf dem Brett stehen konnte!
Sogar meine erste, kleine Verletzung - eine Schürfwunde am Knie hab ich dafür in Kauf genommen, und kann es kaum erwarten, wieder zu probieren. Spätestens in “Surfers Paradies” oder Byron Bay werde ich mir ein Brett leihen J!
Jetzt geht’s morgen aber erstmal zur Selfdrive-Jeep-Safari nach “Fraser Island” - der größten Sandinsel der Welt!
Und das Beste ist: Ich mach die Tour mit den 2 Mädels, die ich in Sydney kennengelernt habe! Ich hatte Glück, und konnte mich noch spontan zu Ihrer Tour dazubuchen! Es gab gerade noch einen Platz! Jenny ist heute mit einer anderen Gruppe mit - eine “Guided Tour” - d.h. man darf nicht selbst fahren. Aber auch dass passt besser zu Ihr, DENN: Sie ist/war zwar wirklich nett, aber nach doch 2 Wochen zusammen, bin ich froh, wieder “allein” zu sein. Sie ist einfach ein anderer Typ als ich - sehr ruhig, bedacht, brav - ich würde mal sagen langweilig - und das kann ich hier nicht gebrauchen! Da hab ich viel lieber jemanden um mich der vielleicht etwas verrückt ist, und mich aber wenigstens zum Lachen bringt bzw. meine Art von Humor hat! Das ist so wichtig! Man lernt hier so viele Leute kennen, wenn auch nur für einen Smalltalk, einen Abend oder einen Ausflug.. wie auch immer.. Es stimmt auf jeden Fall, dass man meistens schon in den ersten Sekunden oder Minuten merkt, ob man auf der selben Wellenlänge ist! Mir geht es da auf jeden Fall so!
Mittwoch, 11. November 2009
Diving Course, Great Barrier Reef, Trips around Cairns and Magnetic Island
Gestern war ja mein 28. Geburtstag, und hiermit erstmal Danke an alle für die Glückwünsche! Habe mich sehr gefreut, und zum ersten Mal seit meiner Abreise etwas Heimweh bekommen, bzw. meine Familie und Freunde vermisst!
Mein Tag gestern war leider nicht so wie erhofft bzw. erwartet,
da hier in Airlie Beach, wo ich seit Montag bin, totales Regenwetter war, mein Hostel nicht soo schön ist wie das vorige, und ich diesmal auch nicht die “richtigen Leute” zum Feiern um mich hatte.
Aber ich hatte die letzten Tage und Wochen schon so viele tolle Erlebnisse, Partys, Bekanntschaften, ja sogar Freundschaften, dass es auf diesen einen Tag nicht drauf ankommt. Und es werden bestimmt noch ganz viele super Tage folgen…
Jetzt aber mal zu meinen vergangenen 1-2Wochen:
Mein Tauchkurs war super! Wir waren nur 3 Schüler - 2 Jungs und ich, der Tauchlehrer, und ein Assistent.. Also die ersten 2 Tage im Pool und beim theoretischen Unterricht hat mir anfangs schon weibliche Unterstützung gefehlt, aber ich hab mich nach kurzer Zeit an die Sprüche der Männer gewöhnt, und ich muss sagen, dass sie auch alle sehr nett, lustig und hilfsbereit waren. Zwar war keiner von denen “mein Typ”, aber in der Situation auch besser so.. Taucherbrille, Schnorchel, Tauchanzug.. da sieht man schon ein bisschen bescheuert aus, aber die anderen sehen ja auch nicht besser aus;-)!
Anfangs ist mir das Atmen über die Sauerstofflasche und der Druckausgleich unter Wasser etwas schwer gefallen bzw. war das “zu viel auf einmal”, aber eigentlich ist es wie beim Autofahren.. Alles eine Übungssache, und wenn man es mal raus hat, dann verlernt man es nicht mehr. Nach einigen Stunden im Pool, Videos, und theoretischem Unterricht, war schon am 2.Tag die theoretische Prüfung. Auf Englisch!!
Wenn unser Lehrer nicht für die meiste Zeit das Klassenzimmer verlassen hätte, und unser Assistent nicht “geschlafen” hätte, weiss ich nicht, ob ich so gut abgeschnitten hätte! Aber so.. dank Teamwork, haben wir alle drei sehr gut bestanden, und somit gings am 3.Tag ganz in der Früh mit anderen Ausflüglern mit einem kleinen Boot raus auf´s Great Barrier Reef auf unser großes Schiff “Kangaroo Explorer”, wo wir auch die nächsten 3 Tage und 2 Nächte verbringen durften.
Bei der Fahrt dorthin gings mir leider nicht so besonders gut.. Weiss nicht, ob das am Schlafmangel (ich “musste” noch am Abend vorher mit paar Leuten ausm Hostel Abschied feiern), oder dem starken Wellengang lag, aber nach der Begrüßung und der Aufregung, dass es gleich losgehen sollte gings mir schon wieder gut!
Wir zogen uns die Tauchanzüge inkl. der Weste mit der Sauerstoffflasche an, haben noch mal kurz alles durchgesprochen, und dann sollte es erstmal langsam an einem Seil runter auf 5 Meter gehen. Unser Assistent Paul war der erste, und ich gleich hinterher.. Aber ich war so aufgeregt, nervös, ängstlich… wie auch immer, dass ich unten wohl zu schnell geatmet habe, und mich verschluckt hab, angefangen hab zu Husten.. Naja, nicht so toll unter Wasser mit dem Mundstück im Mund.. Aber ich hab mich zusammengerissen, wieder tief und regelmäßig durchgeatmet, und dann gings auch wieder! Als alle auf der selben Tiefe waren gings langsam los.. eigentlich auf bis zu 18m, aber ich bin aus versehen zu tief getaucht - auf 19,3, und musste deshalb am nächsten Tag zum Frühstück Vegemite essen!
Aber dazu später! Der erste Tauchgang war echt super spannend, aber gleichzeitig auch etwas beängstigend das Gefühl so tief unter Wasser schwerelos zu sein, und so viele verschiedene Korallen und Tiere zu sehen. Wobei ich sagen muss, dass ich mir die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef noch bunter vorgestellt habe - aber ich glaub Ägypten kann man nicht toppen! Ich weiss schon wo mein nächster Urlaub hingeht ;-)!
In den nächsten 2 Tagen hatten wir ca. 3 Tauchgänge für ca. 30-40min täglich. Dazwischen essen, sonnen, sich mit anderen austauschen.. Es war wirklich total nett. Insgsamt waren ca. 30 Leute auf dem Boot, wobei sich die Anzahl auch immer geändert hat.. Je nachdem ob die Leute nur einen Tagesausflug oder einen 2 bzw.3-Tagestrip gebucht haben.
Auf dem Boot habe ich Jess kennengelernt, die auch mein Buddy (Tauchpartner) war, und auch Vegemite zur Strafen essen musste! Was ist Vegemite? Also es ist ein typisch australischer Brotaufstrich, der wirklich grauenhaft schmeckt! Es ist ein konzentrierter Hefeextrakt, den wohl nur Australier und Neuseeländer vertragen, da sie damit aufgewachsen sind.
Daher war es für Jess auch nicht so schlimm wie für mich einen Esslöffel zu essen, da sie Neuseeländerin ist! Mich hat es gewürgt, und die anderen hatten Ihren Spass! Echt gemein, aber seitdem bin ich nicht mehr zu tief getaucht;-)! Einen Nachttauchgang habe ich am letzten Abend nach langem hin und her überlegen auch mitgemacht, und ich muss sagen es war eine Erfahrung, aber ich muss das nicht unbedingt noch mal machen!
Die nächsten 2 Tage nach unserem Bootstrip habe ich mich etwas wacklig auf den Beinen gefühlt, aber Jess gings da genauso, und so konnten wir uns gegenseitig “stützen” und bemitleiden, denn wir haben die folgenden Tage miteinander verbracht!
Es war so nett von Ihr mir die Gegend um Cairns herum zu erkunden.
Sie wohnt seit 6Monaten in Australien, ist eigentlich Journalistin, aber gerade auf Jobsuche und arbeitet momentan online für das Weinanbaugebiet Ihrer Mutter in Neuseeland. So hatte sie Zeit und ein Auto, um mit mir Ausflüge zu Wasserfällen, an verschiedene Strände, Städtchen, in den Regenwald usw. zu machen. Sie war wo herzlich und hilfsbereit, dass mir der Abschied von Ihr und Ihrem Freund Ben etwas schwer gefallen ist, obwohl ich sie ja erst so kurz kannte! Ihr ging es genauso, aber man sagt ja man trifft sich immer zweimal.. wer weiß?!
Einige Backpacker habe ich schon ein 2. mal getroffen, wie z.B. eine die auf dem Boot gearbeitet hat, und die jetzt zufällig 700km weiter südlich mit mir im selben Hostel ist. Naja, jeder macht mehr oder weniger die selbe Tour…
Bevor ich in Airlie Beach gelandet bin, war ich noch mit Jenny, mit der ich jetzt seit knapp einer Woche reise auf Magnetic Island! Super schön:
- Auto geliehen (da hat sich mein Internationaler Führerschein schon mal ausgezahlt, und trotz Linksverkehr gings auch ganz gut),
- Koalas in freier Natur gesehen
- tolle Strände
- Fullmoonparty am Strand mit endlich mal wieder g´scheiter Musik..
Auf der Fullmoonparty habe ich dann ein Pärchen kennengelernt, die uns gleich mit nach Hause (zu seinen Eltern!) genommen haben, da wir in dieser Nacht “obdachlos” waren, da wir ja sowieso auf der Party waren und erst am nächsten morgen ab elf ins Hostel in Townsville (20min mit der Fähre von der Insel) konnten.
Hier ist das anscheinend nichts ungewöhnliches Fremde zu sich nach Hause oder zum BBQ einzuladen, oder einfach mit Ihnen etwas zu unternehmen. Selbst am nächsten Abend und den Tag drauf haben die beiden und sehr lustige Freunde von Ihnen Zeit mit uns verbracht, und uns die Clubs, die Lagune und “The Strand” von Townsville gezeigt.
Ach es gäbe soo viel zu erzählen…
Ihr habt Glück - heute ist es wieder total verregnet, und so sitze ich im Hostel und schreibe, und schreibe, und schreibe..
Aber morgen solls besser werden! Spätestens am Freitag “muss” es besser werden, denn da werde ich mit Jenny für 3 Tage um die Whitsunday Islands segeln. Hab schon Bilder gesehen, und das muss der Traum sein!
Wir hatten Glück, dass wir hier relativ kurzfristig gebucht haben, denn so haben wir einen super Rabatt bekommen, und wurden sogar “upgegradet”, was bedeutet, das wir eine schöne, große Kabine mit eigenem Bad bekommen! Das ist echt Luxus hier.. Teile mir sonst mein Zimmer mit mindestens vier Leuten, und das Bad.. hmm.. gute Frage..mit wie vielen eigentlich, aber auch daran gewöhnt man sich, wenn es einigermaßen sauber ist. Nur das Leben aus dem Rucksack ist nichts für mich, und daran werde ich mich wohl auch nicht gewöhnen! Ich bin froh, wenn ich irgendwo länger als eine Nacht bin, und ich irgendwo meine Sachen auspacken kann!
Abonnieren
Kommentare (Atom)