Die letzten Tage Sydney, die ersten Cairns...
Die letzten Tage bzw. das letzte Wochenende in Sydney waren noch mal sehr ereignisreich. Letzten Freitag bin ich erstmal mit Anja vom Bondi Beach am Meer entlang ca. 5Kilometer nach Coogee gelaufen, wo meine Cousine wohnt, und es auch BBQ-Plätze gibt. Und als “neue Sydneysiderin” habe ich den dt. Mädels (die ich schon vorher über StudiVz kennengelernt habe und mich auch in der Realität hier wirklich gut mit Ihnen verstanden habe) gezeigt, wie man ein BBQ am Strand macht.. Es war total witzig, spannend, aber auch stressig, damit uns nichts anbrennt! Unsere “Grillnachbarn” waren drei Jungs aus China, und da hat man mal wieder den kulturellen Unterschied gesehen: Ihre BBQ-Platte war feinsäuberlich mit einer Alufolie ausgelegt, und das Fleisch bzw. Ihre Sate-Spießchen und Gemüse lagen schön in Reih und Glied nebeneinander und nicht so wie bei uns durcheinander…und das lustige war, dass sie Ihre Sachen mit Ihren China-Ess-Stäbchen umgedreht haben!
Anfangs waren sie auch total ruhig und schüchtern, aber bei unserer lustigen Fotosession durften sie die Fotografen spielen und sind langsam aufgetaut.
Abends hat es wirklich geklappt, dass ich mich mit einer Bekannten - Kristina, auch eine Slowakin, die mal 4 Jahre in Sydney gewohnt hat, und jetzt auf den Cayman Islands wohnt, getroffen habe.
Wir waren mit Freunden von Ihr in einer coolen Bar in Bondi, und die Leute waren echt witzig.. Die meisten waren Mitarbeiter eines Tattoostudios und dementsprechend auch deren Äußeres.. . Nach dem “Flying Squirell” war ich dann noch mit Simona in Kings Cross (einem der Weggehviertel) weg - war ziemlich viel los, und obwohl wir in 3 verschiedenen Clubs waren und uns sogar der Eintritt bezahlt wurde, muss ich (bis jetzt) sagen, dass ich in Wien besser feiern kann;-). Aber es war lustig.. Vielleicht gerade deswegen, weil die Musik und die Leute nicht gerade unsers waren…
Am Samstag bin ich erst allein zum Paddington Market (ganz nett, aber teils teure Sachen, die es auch bei uns gibt), und dann mit Simona und Maren bei super Wetter mit der Ferry vom Circular Qual (dem Haupthafen nähe der Oper) nach Manly. - Einem Surfer-Stadtteil etwas abseits vom Zentrum. Dort, aber auch in Bondi ist es genau so wie man es sich vorstellt (oder ich es mir vorgestellt habe).. ein Suferladen wie Roxy, Billabong, Ripcurl.. neben dem anderen, Cafes, und am Strand natürlich die Jungs und Mädels mit oder auf Ihren Brettern.
Nach so einem schönen, relaxten Tag, habe ich einen gemütlichen Abend bei Radka verbracht, da wir am Sonntag zusammen mit Ihrem Freund in die Blue Mountains gefahren sind. ABER: Bei meinem Wetterpech hat es total geregnet.. Und die Mountains waren nicht Blue sondern White! Das war echt heftig.. Selbst von der Aussichtsfläche auf die Wälder und die “Three Sister” (3 große Steinsgebilde) hat man anfangs nichts gesehen.. So das ich mir nur auf einer Tafel anschauen konnte, was sich hinter dem Nebel eigentlich versteckt! Naja, wir sind trotzdem ein bisschen spazieren gegangen, und je näher wir kamen, konnten wir doch auch langsam die Steinfelsen erkennen. Nach diesem kurzen Ausflug (geplant war eine große Wanderung), sind wir erstmal durchnässt in eine Wirtschaft in Katoumba essen gegangen.
Dort habe ich mal wieder die Offenheit und Geselligkeit der Australien kennengelernt, als sich ein junger Typ (ohne zu fragen) zu uns gesetzt hat, mit uns gegessen hat, wir uns nett unterhalten haben..
Habe mich schon daran gewohnt, bzw. bin schon fast genauso (wie auch die anderen Traveller), was ja auch irgendwie klar ist, weil ganz viele alleine Reisen und jeder auch Kontakt möchte und man sich austauschen will.
Nun hat mein Backpackerleben also begonnen, und der “Urlaub” in Sydney ist vorbei.
Dort war alles so einfach und bequem, d.h ich hatte meinen eigenen Wohnungsschlüssel, konnte kommen und gehen wann ich wollte, hatte sogar schon meine 2-3 dt. Freundinnen, die ich ja schon vorher schriftlich über die Australien-StudiVz-Gruppen kennengelernt habe, und nach einer guten Woche kannte ich mich doch auch schon ganz gut in der Stadt aus.
Natürlich hätte ich es auch noch länger ausgehalten, dann aber nur mit einem Job oder einer anderen Tätigkeit bzw. Aufgabe wie zum Beispiel einem Sprachkurs.
Aber eigentlich hat es mich doch erstmal weitergezogen, denn es gibt ja noch soo viel zu entdecken.
Nach einigem hin und her überleben und 2-3Besuchen in Backpackerreisebüros habe ich mich doch entschlossen von Sydney nach Cairns zu fliegen.
Und so bin ich am Montag nach dreiundhalb Stunden Flug in Cairns, ganz im Norden der Ostküste Australiens angekommen.
Vorsichtshalber habe ich mir schon aus Sydney ein Hostel für 2Nächte gebucht, was praktisch war, da ich mir so das Taxi gespart habe, und von einer Mitarbeiterin in einem bunten, blumigen VW-Bus vom Flughafen abgeholt wurde!
Mir meiner ersten Unterkunft bin ich sehr zufrieden, da es hier sehr gemütlich und familiär ist. Anfangs war ich zwar etwas “geschockt”, als meine erste Bekanntschaft hier mit meinem männlichen Mitbewohner war.. Hatte mich auf ein Mädelszimmer eingestellt…, aber er ist nett - klar, ist ja auch ein Bayer;-). Tja mal wieder ein Deutscher… ja, leider. So komme ich immer noch nicht sooo viel zum Englisch sprechen. Es gibt hier wirklich wahnsinnig viel Deutsche, aber auch Österreicher jeder Altersgruppe. Mir ist das schon zu viel, aber natürlich spricht man sich an und unternimmt mal was zusammen. Aber zum Glück mischen sich zwischendurch auch andere dazwischen - so wie gestern eine Belgierin beim Essen, so dass man sich dann auf Englisch unterhält.
Gestern habe ich mich für meinen 5 - tägigen Tauchkurs angemeldet, und eigentlich hätte es heute losgehen sollen, aber es haben sich bis jetzt zu wenig Leute angemeldet, und so wird der Kurs erst morgen starten.
Aber morgen...! Die ersten 2 Tage ist Theorie und Tauchen am Pool, und am 3.Tag fahren wir dann endlich für 3 Tage und 2 Nächte zum Great Barrier Reef!
Freu mich schon voll. War zwar etwas skeptisch, aber jeder sagt es ist super, und mir hat ja das Schnorcheln in Ägypten schon so gut gefallen.
Und nachdem ich gestern meinen “Medical Check” hier beim Arzt bestanden habe, spricht auch gesundheitlich nix dagegen!