Donnerstag, 4. Februar 2010

Melbourne



In Melbourne ging es mir wie vielen anderen auch.. Ich hab in meinem Hostel von Tag zu Tag verlängert, weil es mir so gut gefallen hat, und ich auch keinen Grund hatte die Stadt zu verlassen.
Habe in 2 Wochen Dinge gemacht, die nicht unbedingt alltäglich sind, wie z.B: ein Tag bei den “Australien Open” verbracht, und mir Tennis angeschaut. Hab ja eigentlich keine Ahnung von dem Sport, aber wenn schon mal die ganze Stadt davon redet, und ich zufällig gerade da bin, hab ich mir eine Karte gekauft, und mir das mal näher angeschaut. War echt interessant, die vielen Tenniscourts/Spieler zu sehen, aber ein Tag hat mir auch gereicht, weil ich mich wohl nicht gut genug auskannte, um mitfiebern zu können!
Ein weiteres Highlight war ein Abend im Botanic Garden beim Openair Cinema - ich war ja schon öfter im Freiluftkino, aber dort war die Location schon besonders cool… eine riesige Leinwand inmitten des grünen Park, und im Hintergrund die Skyline von Melbourne. Und dann noch die warme, aber windige Nacht! Haben Avatar angeschaut, und hatten das Gefühl mitten drin zu sein!
Und dann gabs da noch den in "Australia Day" am 26.Januar, an dem ich mit Loredana und Sandra beim "Big Day Out" - DEM Festival in Melbourne war. Die Karte hat mich zwar fast soviel gekostet wie ne Woche im Hostel, aber das war s wert!
Ne rießige Open-Air-Party mit u.a. Lilly Allen, Muse und vielen anderen!
Geh ja eigentlich eher selten oder ungern auf Festivals oder Konzerte, aber das war schon wirklich cool, wie die Masse von Leute bei einer Band so abgehen kann!

Nach so viel verschiedenen Unternehmungen und Erlebnissen in den letzten Tagen, WOchen und Monaten habe ich aber auch immer wieder mal ans Arbeiten gedacht, u.a. an meinen “normalen Job” als Orthoptistin, und in Melbourne bin ich zufällig am “Eye and Ear Hospital” vorbeigelaufen, und dachte mir, dass es interessant sein könnte, mir die Klinik mal von innen anzuschauen.
Habe also meinen Lebenslauf abgegeben und durfte nur einen Tag später einen Vormittag in der Orthoptikabteilung zuschauen.
Im Vergleich zu München oder Wien haben sie dort nicht 4-5 Orthoptistinnen, sondern um die 20! Der Unterschied ist allerdings, dass diese auch viele andere Aufgaben übernehmen, die bei uns die Augenärzte oder Krankenschwestern machen würden.

Nach ca. einer Woche in Melbourne habe ich - überraschenderweise - eine positive Nachricht von einer Wwoofingfamilie bekommen.

Was Wwoofing ist?! - Willing workers on organic farms.. d.h. man kann sich für ca. 40 Euro als Mitglied registrieren lassen, bekommt ein Buch, in dem superviele Farmen in Australien drin stehen, die Hilfe gebrauchen könnten, und dann liegt es an einem selbst, die Farmen zu kontaktieren und dort eine zeitlang zu leben. Im Gegenzug dazu wohnt man dort umsonst, bekommt die Verpflegung, und bekommt das australische Leben auf dem Land mit. Als ich in Sydney überlegt habe, was ich machen soll, habe ich mir dieses Büchlein gekauft, und einige Familien angeschrieben, ob sie jemanden brauchen könnten, aber nachdem zu dem Zeitpunkt keine Stelle frei war, bin ich eben erstmal nach Melbourne, was sich definitiv gelohnt hat.
Nicht zu vergessen mein letztes Wochenende in Torquay - das “Tor zur Great Ocean Road”!
Wir (die "Melbournerin" Lauren, die ich auch in Byron Bay kennengelernt habe und Loredana) sind am Samstag morgen los, haben im Hostel in Torquay eingescheckt, und dann ab zum Beach. Bzw. erstmal zum Surfershop, da Loredana und ich uns nach unserer Zeit als “Surferchicks” in Byron wieder mal ein Surfboard leihen wollten.
Und es war wieder mal so cool, und hat viel Spass gemacht, auf dem Brett zu stehen bzw. zu liegen J! Wir waren am Surferbeach, und die Wellen waren der Hammer.. eine nach der anderen.. war schon richtiger Stress im Wasser.. ganz anders als in Byron, wo man sich beim Warten auf die nächste Welle auf seinem Brett sonnen konnte oder mit dem Surferboy flirten!
Auch der Abend bzw. die Nacht war anders, aber um das hier zu erläutern, würde ich morgen noch hier sitzen! Nur so viel: Gin-Tonic, der nicht abkassiert wurde, ne Rock n Roll Band, 2 Radler die uns verfolgt hatten, ganz viele, witzige Gespräche, lange Spaziergänge, ein unglaublicher Sonnenaufgang, usw., usw…

Jetzt sitzt ich jedenfalls “irgendwo im nirgendwo” und erhol mich von meinem Backpacker/Hostel/Party-Leben. Der nächste Ort ist 15km entfernt, Sydney ca. 3 Stunden, der nächste Nachbar ca. 20-30Minuten zu Fuß. Für mich ist das schon “Land pur”, aber für australische Verhältnisse ist das noch gar nichts. Im Outback können die Nachbarn mehrere Autostunden entfernt sein ;-)! Aber mir reicht das hier für den Anfang!
Nach einem unvergesslichen Wochenende in Torquay bin ich von Sonntag auf Montag wieder 12 Stunden nach Sydney gefahren, habe dort einige Stunden die Zeit totgeschlagen, und am Nachmittag Sauvanne getroffen, mit der ich zusammen nach Nowra/Bomaderry bei der 7-köpfigen Patchworkfamilie angekommen.

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